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Bernd F. Lunkewitz zur Aufbau-Insolvenz: Nach Täuschung und Betrug durch Treuhand keine weiteren Investitionen möglich, „Bundesfinanzministerium muss Verantwortung übernehmen“

Mit einer eigenen Stellungnahme meldet sich nun Bernd F. Lunkewitz zu Wort. Versenden ließ er das Schreiben von KETANO, Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit mbH in Berlin. Darin schreibt er:

„Die Aufbau Verlagsgruppe GmbH, die auch den Verlag Rütten & Loening betreibt, wird in den kommenden Tagen beim Amtsgericht Charlottenburg von Berlin Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung

Die Überschuldung ergibt sich daraus, dass die von der Treuhandanstalt / Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BVS) im Jahre 1991 an die Investorengruppe BFL Beteiligungsgesellschaft mbH verkaufte Gesellschaft zu keiner Zeit Inhaberin des Vermögens des Aufbau-Verlags, insbesondere der Verlagsrechte, gewesen ist, mit dem sie seit ihrer Entstehung am 01.07.1990 ihr Verlagsgeschäft betrieben hat. Das ist durch den Bundesgerichtshof (BGH) höchstrichterlich festgestellt. Auch hinsichtlich des Vermögens des Verlags Rütten & Loening ist die Treuhandanstalt / BVS offensichtlich nicht verfügungsberechtigt gewesen. Ferner hat die Treuhandanstalt / BVS die Käufer des Aufbau-Verlags und des Verlags Rütten & Loening bei Abschluss des Kaufvertrags in 1991 arglistig getäuscht.

Die Treuhandanstalt / BVS wird seit dem Jahre 2004 abgewickelt. Die Rechts- und Dienstaufsicht über diese Behörde hat aber nach wie vor das Bundesfinanzministerium. Die Treuhandanstalt / BVS und der Bundesfinanzminister weigern sich auch nach der neuesten Rechtsprechung des BGH, der am 03.03.2008 das Eigentum des Kulturbunds am Aufbau- Verlag festgestellt hat, die Verantwortung für die von der Treuhandanstalt / BVS seit 1990 allein verursachte und verschuldete Lage zu übernehmen. Stattdessen beruft sich das Ministerium auf einen Vergleich, an dem der Kulturbund überhaut nicht beteiligt war und der von den Investoren wegen arglistiger Täuschung angefochten wurde.

Angesichts dieser Haltung und in Erwartung weiterer Prozesse sieht sich die BFL Beteiligungsgesellschaft mbH, nachdem sie bereits rund 50 Mio. € in den Aufbau-Verlag investiert hat, zu weiteren Investitionen nicht in der Lage. Sie muss sich nun auf die Prozesse gegen die Treuhandanstalt / BVS konzentrieren.

‚Ich habe 17 Jahre meines Lebens und viel Kapital der Beteiligungsgesellschaft in diesen Verlag investiert‘, sagt Aufbau-Verleger Bernd F. Lunkewitz. ‚Insofern habe ich mir diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht. Aber durch die Weigerung des Bundesfinanzministeriums als Rechtsaufsicht der abgewickelten Treuhand, sich der Verantwortung für die schwerwiegenden Täuschungen zu stellen, wird die Aufbau Verlagsgruppe auf unabsehbare Dauer mit enormen rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken belastet. Ich habe alles getan, um den Verlag am Leben zu halten. Weitere Mittel aus meinem privaten Vermögen werde ich nicht zur Verfügung stellen. Jetzt müssen sich die der Verantwortung stellen, die die Investoren, den Kulturbund, den Verlag, seine Mitarbeiter, vor allem aber die Autoren und letzt lich auch mich betrogen und dieses traditionsreiche Haus ins Verderben geführt haben.'“

Welche Verantwortung er im Einzelnen bei der Treuhand liegen sieht und weitere Hintergründe schreibt er in einem pdf, das Sie hier downloaden können
download(Hintergruende Aufbau Verlag.pdf)

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