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Rene Strien heute mit offenen Brief in der Süddeutschen an Lunkewitz: „Verlag verraten.“

In der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung ist ein Offenen Brief an Bernd F. Lunkewitz von Aufbau Geschäftsführer René Strien abgedruckt, wie die Presseabteilung der Aufbau Verlagsgruppe GmbH mitteilt.

René Strien

„Am heutigen Montag werden die Geschäftsführer der Aufbau-Verlagsgruppe Tom Erben und René Strien gemeinsam mit dem vom Gericht bestellten Insolvenz-Gutachter, Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus, um 13.30 vor die Presse treten, um Details über die Fortführung des Geschäftsbetriebes bekannt zu geben. Im Anschluss daran wird es eine Betriebsversammlung geben. Auch mit den Autoren werde man noch diesen Morgen in Kontakt treten, versicherte Tom Erben. Zuvor hat sich René Strien in einem offenen Brief, der heute in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, zu dem Ausstieg des Gesellschafters Bernd F. Lunkewitz geäußert. In diesem Brief heißt es unter anderem, Lunkewitz habe sich bei Nacht und Nebel aus dem Verlag geschlichen. ‚Sie sind nicht einmal Michael Kohlhaas, Sie sind bloß die Natella aus dem Kaukasischen Kreidekreis Ihres Lieblings-Aufbauautors Bertolt Brecht: Jemand, der aus nackter Geldgier nicht zögert, das zu zerstören, was ein Stück seiner selbst ist‘, schreibt Strien. Bei aller Kritik verweist Strien noch einmal auf Lunkewitz Engagement: ‚Den Ehrentitel „Verleger“ hatten Sie sich erworben, indem Sie verlässlich das darstellten, was Sie für den Verlag sein konnten: Gesicht und Gewissen, kritischer Begleiter und solidarischer Fürsprecher. Sogar die Aufnahme Ihres nun so furchtbar entgleisten juristischen Kampfes gegen die Institutionen trug dazu bei, da sein Ziel ja eigentlich die nötige Rechtssicherheit für den Verlag war und nicht ein phantasmagorisches Eldorado für Investoren.‘
In dem Brief bestätigt Strien auch, dass Lunkewitz bereits versucht hat, die Verlagsräume fristlos zu kündigen und fragt. „Was kommt als nächstes? Werden Sie uns die Nutzung des Namens ‚Aufbau‘ für das, was im realen Leben und nicht in Ihrer juristischen Phantasiewelt den Aufbau-Verlag darstellt, zu untersagen versuchen?'“

Mit dem Brief ist der Streit zwischen Lunkewitz und dem Verlag wohl nun offen zu Tage getreten. Er erinnert daran, dass Lunkewitz gesagt habe: „Der Verlag ist mein Leben und mein Leben kann man nicht kaufen“. Strien wirft Lunkewitz vor, den Verlag verraten zu haben.

Strien: „Es geht um den Aufbau Verlag und der ist eben nicht bloß ein privates Spekulationsobjekt, wie Sie und Ihr williger juristischer Helfer meinen, sondern ein fragiles, faszinierendes und einmaliges Gebilde, mit dem man nicht spielen darf, sondern verantwortlich umzugehen hat, und das im tiefen Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert ist.“

Unter anderem wirft Strien Lunkewitz vor, die Existenzen der kleinen Zulieferer mit vernichten zu wollen. Strien gehe davon aus, dass die Köpfe der Verantwortlichen in der Druckerei mitrollen werden.

Leider können wir auf den ganzen Brief nicht verlinken.

Wie Lunkewitz die Dinge sieht, im gestrigen Interview [mehr…].

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