Der aus der Mongolei stammende Autor Galsan Tschinag wird mit dem diesjährigen Literaturpreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. Das teilte der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft heute in Berlin mit. Der Förderpreis geht an Thomas von Steinaecker. Beide Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert und werden im Oktober in Würzburg verliehen.
Seit einem Studienaufenthalt in den 60er Jahren in Deutschland schreibt Tschinag, Jahrgang 1943, vor allem auf Deutsch und übersetzte Werke unter anderem von Heinrich Mann, Erwin Strittmatter und Kurt Tucholsky. Zuletzt erschieneb im Suhrkamp Verlag „Die neun Träume des Dschingis Khan“ und im Unionsverlag „Auf der grossen blauen Strasse“. Tschinag benutze eine Sprache voll von Bildern und Vergleichen und lasse ungeahnte Nuancen des Deutschen aufscheinen, heißt es in der Begründung der Jury, deren Vorsitz Nina Hugendubel, die Vorsitzenden des Gremiums Literatur des Kulturkreises, hatte.
Thomas von Steinaecker, geboren 1977 in Traunstein, studierte Literaturwissenschaft in München und Cincinatti und promovierte über literarische Foto-Texte. Sein Debütroman „Wallner beginnt zu fliegen“ (Frankfurter Verlagsanstalt) sei eine gekonnt komponierte und facettenreiche Familiengeschichte, die gleichzeitig auch die Wahrheit der erzählten Wirklichkeit in Romanform in Frage stelle, so die Begründung.
Informationen unter www.kulturkreis.eu
ML