Der Rainer-Malkowski-Preis, der in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen wird, geht zu gleichen Teilen an die beiden Lyriker Adolf Endler und Kurt Drawert. Der mit 30.000 Euro ausgestattete Preis gehört zu den höchstdotierten deutschen Literaturpreisen. Die Verleihung findet am Montag, den 24. November, um 19 Uhr in den Räumen der Akademie in der Münchner Residenz statt. Die Laudatio hält Jens Jessen.
Der Preis verdankt sich der Stiftung, die Margarete Malkowski 2005 gegründet hat. Zweck der Stiftung ist die Förderung deutschsprachiger Literatur. Sie entspricht damit dem Wunsch ihres 2003 verstorbenen Mannes, des Lyrikers Rainer Malkowski.
In der Pressemitteilung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste heißt es zur Begründung: „Zwischen Adolf Endler (geb. 1930) und Kurt Drawert (geb. 1956) besteht eine große Affinität, es verbindet sie beide ihre ähnliche Biographie vor dem Hintergrund der DDR. Aber sie liegen eine Generation auseinander und jeder spricht mit seiner ganz eigenständigen Sprache über die Lage der Dinge.“
Adolf Endler hat zuletzt bei Wallstein veröffentlicht:
– Nebbich. Eine deutsche Karriere (2005)
– Krähenüberkrächzte Rolltreppe. Neunundsiebzig kurze Gedichte aus einem halben Jahrhundert (2007)
– Nächtlicher Besucher, in seine Schranken gewiesen. Eine Fortsetzungszüchtigung (erscheint im Herbst 2008)
Von Horst Drawert erscheint im Juli bei C.H. Beck: Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte