
Noch bis zum 3. August zeigt das Literaturhaus Berlin die Ausstellung „Annemarie Schwarzenbach – Eine Frau zu sehen“, eine Schau die zuvor im Strauhof in Zürich zu sehen war. Anlass ist der 100. Geburtstag der Schweizer Autorin und Fotografin.
Bei der Eröffnung am Wochenende war es so voll, dass man sich kaum einen Weg zu den Exponaten bahnen konnte. Das überraschte nicht nur den Veranstalter, sondern auch Alexis Schwarzenbach, den Großneffen der Künstlerin und Kurator der Ausstellung, der eigens aus Zürich angereist war. Mit „Auf der Schwelle des Fremden“ (Collection Rolf Heyne) habe Schwarzenbach zudem eine „wunderbar reiche“ Bildbiografie vorgelegt, wie Ernest Wichner, der Leiter des Literaturhauses, betonte.
Die Ausstellung , die ihren Titel einer bislang unveröffentlichten Novelle „Eine Frau zu sehen (Kein & Aber) verdankt, zeigt Leben, Werk und Mythos der 1987 wiederentdeckten Autorin anhand einer Vielzahl bisher unbekannter, oft aus Privatbesitz stammenden Archivalien, darunter Briefe, Filme, Fotos, Tagebücher und Manuskripte. Mittelpunkt ist ein riesiges Modell, das an eine kurvige Passstraße erinnert und die Stationen dieses wild bewegten Lebens aufzeichnet, das die unheilbar Reisende über Berlin bis nach Afrika und Afghanistan führte.
Für alle, die es nicht nach Berlin schaffen: Vom 24. September bis zum 23. November ist die Ausstellung im Literaturhaus München zu sehen.
ML







