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Peter Lohmann über seinen Wechsel von S. Fischer zu „Harbour Front“

Peter Lohmann will in Hamburg gemeinsam mit Nikolaus Hansen ein internationales

Peter Lohmann:
Ein Traum soll wahr werden

Literaturfestival „Harbour Front“ aufbauen. Anlass für Fragen an den bisherigen Verleger der Programme Scherz, Krüger, O.W. Barth und Fischer Taschenbuch.

Haben wir nicht genug Festivals?

Peter Lohmann: Nein, natürlich nicht. Festivals für die Literatur kann es nicht genug geben. Nikolaus Hansen und mich treibt schon lange die Idee von einem großen internationalen Literaturfest im Hamburger Hafen um. Dieser Traum soll nun Wirklichkeit werden.

Keine Angst vor den Risiken?
Dank der großzügigen Unterstützung durch die Kühne-Stiftung und der Hamburger Kulturbehörde ist die Finanzierung weitgehend gesichert.

Und wann soll das sein?
Ziel ist es, wenige Wochen vor der Frankfurter Buchmesse den Hamburger Literaturfreunden die nationalen und internationalen Highlights des jeweiligen Herbstes zu präsentieren. Wir finden, dass der Hamburger Hafen dabei eine für Deutschland einzigartige Kulisse bietet.

Und Du gibst dafür Deine erfolgreiche Arbeit auf?
Ein Literaturfestival wie „Harbour Front“ ist tolle neue Herausforderung, der ich mich ganz widmen möchte. Dazu kommt aber, dass es mich nach 12 Jahren Wanderschaft nach Hamburg zurückzieht.

Gab es Zwist im Haus oder steckt dahinter eine Sinnkrise?
Nein. Meine Entscheidung ist kein Ausdruck einer Sinnkrise, wie Du denkst, der Hintergrund ist kein Zwist, wie Du wohl gerne berichtet hättest, sondern mit dem Hause Fischer fühle ich mich sehr verbunden. Es ist wirklich der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, ein Aufbruch zu den Ufern der Elbe.

Ohne Wehmut?
Die Zeit bei der Verlagsgruppe von Holtzbrinck, die Arbeit beim Scherz Verlag in Bern und bei den S. Fischer Verlagen in Frankfurt werden mir eine unvergessliche Zeit bleiben. Es ist für mich eine großartige Arbeit gewesen, ich habe viel gelernt und habe viele tolle Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Ich verstehe heute deshalb, warum es so schwerfällt, diese Verlage in Frankfurt zu verlassen. Ich denke, für eine so großartige Verlegerin wie Frau Schoeller, für ein Haus, das so von ihr geprägt ist, zu arbeiten, ist etwas Einmaliges und war eine große Herausforderung. Das habe ich gespürt, genossen und gelebt.

Und jetzt eine neue „Ehe“ mit Nikolaus Hansen?
Auf diese Zusammenarbeit freue ich mich besonders, zumal es in unserer Freundschaft Premiere ist, so eng zusammenzuarbeiten.

Die Fragen stellte Christian von Zittwitz

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