
Das Wünschen hat geholfen: Sonnenschein und 24 Grad hatte sich Detlef Bluhm, der Geschäftsführer des Landesverbands Berlin/Brandenburg, für das Berliner Bücherfest 2008 gewünscht. Seine Erwartungen wurden mehr als erfüllt, und die Unwetterwarnung ging in diesem Jahr auch erst zum Ende des Festes ein.
Zwar kamen am Sonntag bei schwülen 30 Grad Plus weniger Besucher als am Samstag, dennoch sind die Aussteller zufrieden. Vor allem echte Buchfreunde ließen sich blicken, der „harte Kern der Szene“, so Bluhm, die dann auch sehr gut eingekauft haben. Insgesamt fanden rund 35.000 Besucher den Weg zum Bebelplatz Unter den Linden, wo erstmals ein Lesegarten eingerichtete war [mehr…], der beim Publikum gut ankam. 1000 Luftballons mit Leseempfehlungen wurden in den Berliner Himmel geschickt und eine Versteigerung von 40 Objekten aus dem Besitz von Autoren, darunter die Lesebrille von Harry Rowohlt und ein Manuskript von Uwe Tellkamp, brachte immerhin 700 Euro ein. Gesichtet wurde auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der dem Fest einen informellen Besuch abstattete.
Die 50 Lesungen, mehr als je zuvor, waren laut Bluhm außerordentlich gut besucht. Da muss man sich eigentlich keine Sorgen um die Zukunft des Besuches machen Oder doch?
Über das Thema „Von Gutenberg ins Internet. Welche Zukunft haben Bücher?“ veranstaltete die Initiative Projekt Zukunft eine Podiumsdiskussion, die im RBB inforadio übertragen wurde. Unter der Moderation von Alfred Eichhorn diskutierten Detlef Bluhm, Sibylle Lewitscharoff, Sascha Lobo von der Zentralen Intelligenz Agentur und der Geschäftsführer der Aufbau Verlagsgruppe, René Strien. Letzterer sagte nicht nur dem Buch, sondern auch seinem Verlag eine glänzende Zukunft voraus. Die Podiumsdiskussion ist im Internet nachzuhören unter http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/257/254257_article.shtml