
Hier wieder die aktuelle Presseschau:
Frankfurter Rundschau
„Durch Schweigen wird nichts klarer“, schreibt heute Karl Corino zum „Fall Strittmatter“ [mehr…] und stellt „weitere Fragen zur Biographie“ des Autors: „Strittmatter war im Zweiten Weltkrieg auf der falschen Seite…“
Der Nestor der Publizistik-Wissenschaft, Wilmont Haake, ist tot. Er starb 97jährig in Göttingen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wolfgang Schneider rezensiert Mircea Cartarecus Erzählungband „Warum wir die Frauen lieben“ (Suhrkamp). Im kleinen Rumänien ist das Buch schon 150.000mal verkauft worden und hat „den Esoterikpanscher Paulo Coelho“ von der Bestsellerliste vertrieben. Annette Zerpner hat sich Robert Haasnoot „Der Erinnerer“ (Berlin) angesehen: „Haasnoots Landsmann Maarten t’Hart … hätte das vielversprechend düstere Potential möglicherweise in einem milieugesättigten Krimi aufgelöst. Auch einer gothic novel, wie sie Steward O’Nan in ‚Das Glück der Andere’ in der amerikanischen Provinz ansiedelt, hätte … gut (das) angestanden. Robert Haasnoot wählt selbstbewusst keine dieser Varianten, findet dann aber leider auch nicht zu einer anderen stringenten Erzählform.“
Annotationen
Habib Bektas „Ein Gedicht, ohne Widmung: Bir Sir, Kimseye Adanmamis“ (Sardes Verlag), Jon McGregor „So oder so“ (Klett-Cotta).
Die Welt
Die WELT mit einem Blick auf Chinas Kunstszene: die darf kräftig blühen – so lange sie keine Tabus der Partei verletzt.
Johannes Bähr hat sich den „Flick-Konzern im Dritten Reich“ (Oldenbourg) angesehen, Sven Felix Kellerhoff rezensiert: „Er (Flick d. Red.) baute Unrecht in sein geschäftliches Kalkül ein“. Ein Gutachten weist die Verstrickung Friedrich Flicks in die NS-Verbrechen nach.
Süddeutsche Zeitung
Gustav Seibt ist einer antiquarischen Sensation auf der Spur: Max Webers Stichwortmanuskript zu ‚Politik als Beruf’ ist wieder aufgetaucht. Für den Druck hat Weber nämlich eine „strengere Variante“ verwendet.
Neue Beiträge zum Völkerrecht und Völkerstrafrecht sind nachzulesen in Gerd Hankels „Die Macht und das Recht“ (Hamburger Edition). Alexandra Kemmerer rezensiert.. Kristina Maidt-Zinke Hat das „Tagebuch einer jungen Dame, die sich langweilt“ von Teresa de la Parra (Manesse) gelesen – und sich keine Minute dabei gelangweilt – das Werk ist einer der Klassiker des venezolanischen Literatur. Tobias Lehmkuhl bespricht „Söhne und Planeten“ von Clemens J. Setz (Residenz).