Die „Heilbronner Stimme“ hat es wissen wollen: Lockt Olympia Kunden in den Laden? Die Antwort fällt ernüchternd aus: „Marketingtechnisch lässt sich Olympia nicht nutzen.“
So der Geschäftsführer der Galeria Kaufhof in Heilbronn, Karl Pommée, der nach seiner langjährigen Erfahrung auch nichts anderes erwartet hat, selbst wenn der Fanartikel-Rummel und die Flaggen-Epidemie zur Fußballeuropameisterschaft leise Hoffnung hätte wecken können. „Olympiafahnen würde uns wohl keiner abkaufen.“. 2008 jedenfalls bleibt die olympische Spurensuche im Heilbronner Einzelhandel fast erfolglos.
Wäre da nicht der Buchhandel. „Wir haben ein Extra-Fenster zu Olympia dekoriert“, berichtet Martina Huber von der Buchhandlung Stritter der Zeitung. Mit den Sportarten, die im Programm sind, mit Kochbüchern, Reiseführern, politischen Büchern, China-Knigge und mit der neuen Biografie von Basketballer und Fahnenträger Dirk Nowitzki. Aber: Interessiert die Kunden nicht sonderlich.
Die gleiche Erfahrung macht Hans Rau von der Buchhandlung Dichtung und Wahrheit: „Die Nachfrage hält sich arg in Grenzen.“
Auch bei Osiander gibt es einen China-Tisch, doch Jochen Maier-Heilemann hegt wenig Erwartungen: „Die Spiele in China sind so umstritten, das schmälert die Begeisterung.“