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Mond ins Bodenlose: Paulus Böhmer las aus Kaddish XI-XXI

Zur gestrigen Bahnhofsviertelnacht in Frankfurt am Main, die zum Rahmenprogramm des Jubiläums 120 Jahre Hauptbahnhof gehörte, öffneten 30 Locations im Bahnhofsviertel ihre Türen. Darunter auch der herrschaftliche Fürstenhof in der Gallusanlage, elegantes Domizil der Dresdner Bank seit den 50er Jahren.

Hier las Paulus Böhmer zu später Stunde aus Kaddish XI-XXI, erschienen im letzten Jahr bei Schöffling & Co.. „Dieser überwältigende Zyklus ist als Jahrhundertwerk angelegt“, schrieb die FAZ. Der erste Band, Kaddish I-X, war bereits 2002 ebenfalls bei Schöffling & Co. herausgekommen.

Paulus Böhmer spricht in seinem opus magnum das Kaddish für viele, für John Lee Hoker beispielsweise, dessen Name wie ein Rahmen die 35 Vorleseminuten einfasst. Böhmer erzählt melodisch vom Sterben der Welt und des Einzelnen, vom Erstaunen junger Katzen vor Wassertropfen an einem tropfenden Hahn. Sprache wird Musik und ist eine Hommage an die Menschheit mit all ihren Schwächen und Unzulänglichkeiten.

JF

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