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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und ein Interview mit Ernst-Wilhelm Händler zum Bankenkrach

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Wissen wir alle, was der Diercke ist? Klar, wir sind doch vom Fach und hatten auch lang genug Zeit, das rauszukriegen. Denn den gibt es inzwischen seit 125 Jahren. Thomas Krüger, der ihm den Aufmacher im Feuilleton widmet, findet, der Diercke sei ein „Jungsbuch“. Kann schon sein.

Guido Graf findet Rolf Lapperts Roman Nach Hause schwimmen (Hanser) sehr amerikanisch. Dabei ist der Autor Schweizer, der seit vielen Jahren in Irland lebt, aber die USA gut kennt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Alexander Mitscherlichs Die Unwirtlichkeit unserer Städte (Suhrkamp) sei ein Buch, das, obwohl längst ein Klassiker, jede Menge Zündstoff enthält, findet Dieter Bartetzko. Gerade eben ist es neu erschienen.

Auch relativ neu ist Henning Mankells Der Chinese (Zsolnay), und mit Psychologie hat er nur insofern zu tun, dass in diesem Buch ein Psychopath namens Ya Ru sein Unwesen treibt. Mark Siemons rezensiert.

Annotationen
Georges Canguilhem Die Herausbildung des Reflexbegriffs im 17. und 18. Jahrhundert (Wilhelm Fink) und Naturalismus und Menschenbild(Felix Meiner).

Der aspekte-Literaturpreis wird in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben. Jetzt geht es da in die Endrunde. Im Rennen sind Gunther Geltinger, Thomas Pletzinger, Maria Cecilia Barbetta und Alina Bronsky.

Die Welt

Er wollte König der Ukraine werden: Das abenteuerliche Leben des Erzherzogs Wilhelm von Habsburg ist jetzt bei Basic Books in New York erschienen. Titel The Red Prince. The Secret Lives of an Habsburg Archduke. Ulrich Weinzierl hat sich das Buch angesehen und viel Neues gefunden.

Wenn es bei den Banken kracht, freut man sich über Autoren, die was vom Geschäft verstehen. So wie FVA-Autor Ernst-Wilhelm Händler. Den hat jetzt Uwe Wittstock interviewt, und Händler sagt ihm: „Broker sind nicht die Herren der Welt“. Das wollen wir mal hoffen.

Süddeutsche Zeitung

„Die Rache der Anthroposophen“ untersucht Alexander Kissler, und gemeint ist natürlich die EV gegen das Schwarzbuch Waldorf. buchmarkt.de hat gestern dazu den Verleger Klaus Altepost interviewt.

Alan Bennett hat mit Die souveräne Leserin (Wagenbach) eine „herrliche Hommage an Elisabeth II. und die Literatur“ geschrieben, findet Franziska Augstein.

Tim B. Müller rezensiert Michail Ryklins Kommunismus als Religion (Verlag der Weltreligionen), Willy Hochkeppel hat sich den bei Kitab erschienenen Briefwechsel zwischenPaul Feyerabend und Hans Albert (Band 1: 1958-1971) angesehen.

Kai Wiegandt bespricht André Acimans Roman Ruf mich bei deinem Namen Kein & Aber – und lobt ihn in den Himmel.

Neue Zürcher Zeitung

Unter „Zwischen Himmel und Hölle“ findet Paul Jandl, dass Uwe Timm mit Halbschatten bei Kiepenheuer & Witsch einen ambitionierter Deutschlandroman geschrieben habe: „Das Buch geht aber auch ein ästhetisches Wagnis ein. Wenn Uwe Timm viele Tonspuren nebeneinander legt, Ich-Erzähler um Ich-Erzähler einführt, dann fehlt dem Roman vor lauter Stimmen schliesslich der eigene Ton.“

Matthias Messmer äußert unter „Elemente einer erstaunlich dauerhaften Ordnung“ seine Begeisterung für zwei C.H.Beck-Publikationen zu Chinas Geschichte. Lexikonartig, aber gut lesbar Helwig Schmidt-Glintzer, Kleine Geschichte Chinas, die „Kunst des Erzählens“ beherrsche aber Thomas O. Höllmann in Das alte China. Eine Kulturgeschichte.

„Mut zum Leben“ spreche aus Irena Brežnás Roman Die beste aller Welten, in dem Angela Repka Erfahrungen neuerer tschechischer Geschichte (Prager Frühling und Wende 1989) verarbeitet findet. Abgesehen von manchen irritierenden Passagen sei das Buch aus der Edition Ebersbach ein „lesens- und liebenswertes Buch, in dem es viel Schönes, Kluges und Menschliches zu entdecken gibt“.

„Geschwisterreligionen“ entdecke Autor Christian Rutishauser in dem Buch Christsein im Angesicht des Judentums aus dem Echter Verlag. Jan-Heiner Tück fällt zwar kein abschließendes Urteil, aber er zählt Beispiele auf, in denen das Buch mit so manchem Vorurteil aufräume.

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