
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
… pausiert heute.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Botho Strauß hat sich den 81. Band von Martin Heideggers Gesamtausgabe (Vittorio Klostermann) angesehen: Gedachtes. „Es ist zugleich ein Feuer, das einen Haufen zeitgeschichtlichen Müll verbrennt. Eine Reinigung.“
Die Literaturseite ist fast eine Independent-Seite:
Katharina Teutsch hat Laima Muktupavelas irren Roman Das Champignonvermächtnis gelesen (Weidle) – ein turbulenter Text um die Folgen des lettischen EU-Beitritts.
Hoch unten heißt Joachim Kalkas neue Aufsatzsammlung bei Berenberg. Es geht um das „Triviale in der Hochkultur“ – und davon gibt es reichlich, findet auch Rezensent Andreas Platthaus.
Annotationen
Gerhard Köpf Käuze in Pfeffer und Salz (Klöpfer & Meyer) und Franz Hohler Das Ende eines ganz normalen Tages (Luchterhand).
Raub und Restitution. Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute heißt der Ausstellungskatalog bei Wallstein. Niklas Maak hat sich in Berlin die Ausstellung angesehen.
Neue Sachbücher
Manfred Gerwing rezensiert Josef Piepers Miszellen (Felix Meiner), er ist einer der meistgelesenen Philosophen des vorigen Jahrhunderts. Der Verlag in hat in 13 Jahren Arbeit eine mustergültige Werkausgabe gestemmt.
Jacques Cousteau warnt in seinem letzten Buch Der Mensch, die Orchidee und der Oktopus (Campus) vor der Ökonomisierung der Wissenschaft. Franziska Seng hat es gelesen.
Annotation
Willensfreiheit und rechtliche Ordnung (Suhrkamp)
Morgen auf der Literaturseite: Andreas Kilb über Orhan Pamuk und Andreas Platthaus über Uwe Tellkamp.
Die Welt
Jetzt ist Alfred Andersch dran: „Zweideutige Dokumente befördern die Debatte über die moralische Integrität des Schriftstellers“ – Uwe Wittstock berichtet. „Alfred Andersch im Dritten Reich“ heißt sein Artikel.
Süddeutsche Zeitung
Im Streit um das Grab des Dichter Federico García Lorca [mehr…] hat die Familie jetzt nachgegeben. Er darf nun exhumiert werden.
Florian Welle hat die Korrespondenz des Aufklärers Joachim Heinrich Campe (Harrassowitz) gelesen: „Eine Fundgrube.“
Willkommen neue Träume heißt der neue Roman von Norbert Niemann (Hanser), Christoph Bartmann rezensiert.
Annotation
Elmgreen & Dragset This is the First Day of My Life (Hatje Cantz).
Und die Österreicher sind müffig, weil es keiner ihrer Autoren auf die Shortlist zum Deutschen Buchpreis geschafft hat, berichtet Der Standard.
In Dresden wird ein vielversprechendes elektronisches Lesegerät gebaut. Das E-Papier von Plastic Logic ist dünner als ein Schreibblock. Seriengeräte soll es in der ersten Hälfte 2009 geben.
Neue Zürcher Zeitung
Urs Schoettli hat sich auf dem amerikanischen Buchmarkt umgesehen und ist auf Philip Pans Out of Mao’s Shadow. The Struggle for the Soul of a New China., gestoßen. Wie kann es sein, dass „Maos dunkler Schatten“ so lange über China liegen kann, fragt nicht nur das Buch aus dem Verlag Simon & Schuster.
Den „Beitrag der Mission zur Entwicklung Palästinas“ von Lutheraner und Anglikaner im Heiligen Land 1917–1939 schildert Roland Löffler in Protestanten in Palästina. Religionspolitik, Sozialer Protestantismus und Mission in den deutschen evangelischen und anglikanischen Institutionen des Heiligen Landes 1917–1939 aus dem Verlag Kohlhammer
„Menschliche Sicherheit als Ziel der Staatenwelt“, darum geht es in den gesammelten Aufsätzen, die Cornelia Ulbert und Sascha Werthes unter dem Titel Menschliche Sicherheit. Globale Herausforderungen und regionale Perspektiven (Nomos-Verlag) herausgegeben hat. Das Thema kommt allerdings nicht voran, weil die Menschen sich nicht dafür interessieren, wird bedauert.
„Radikaler Wandel“: Bezieht sich auf die Medienwelt, wie der Journalist Ottmar Hersche reflektiert, der seine Erinnerungen an den Journalismus beim Rotpunktverlag veröffentlicht hat.