
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Ein Missverständnis“: Bevor es um Bücher geht, denkt Micha Brumlik an den 100. Geburtstag von Alexander Mitscherlich und die antiautoritäre Studentenbewegung – er sei selbst ein Fall seiner eigenen Theorie gewesen.
„Im Bad des Teufel“: Christoph Schröder schreibt über Marion Poschmanns Hundenovelle (Frankfurter Verlagsanstalt) und findet: „Es ist ein ebenso kluges wie berührendes Buch über die Melancholie als Lebenshaltung“.
Kurz gestreift wird da Sachbuch Marcus M. Payk Der Geist der Demokratie über die „demokratische Öffentlichkeit nach 1945“, und unter „Ein Kunstwerk hilft bei schlechter Laune“ das Kinderbuch Paula Fox Ein Dorf am Meer: „Ein packender Roman voller Poesie“ (Boje).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Samstags ist Hörbuchzeit: gelobt wird „Es flüstert Raskolnikow unter Tranquilizer“ (Dostojewskis Verbrechen und Strafe, gelesen von Sylvester Groth (Verlag Hörkultur); hingewiesen wird auf zwei CDs, die Das alte Weimar und Das alte Wien (Goldmund Hörbucher) in Streifzügen lebendig machen
und unter „Das große Vergessen“ auf die (gekürzte) Lesung von Martin Suter Small World (Diogenes).
Jürg Altwegg schreibt zum 80. Geburtstag des „Dichters, Denkers und Revolutionärs“ Èdurad Glissant und
Paul Ingendaay besucht Susanne Lange, die fünf Jahre damit verbracht hat, den Don Quichote für Hanser neu zu übersetzen. Der Leser bekommt Lust, wie sie in diesen „Riesenroman“ wieder einzutauchen.
In der Beilage „Bilder und Zeiten“ schreibt Tobias Rüther unter „Bücherliebe und Idealmaß“ über den Prestel-Bildband The Art of Romance, der 250 Umschläge von Groschenromanen aus hundert Jahren Verlagsproduktion von Mills & Boon und sechzig Jahren Harlequin versammelt.
„Unsereiner in der Welt“: Ludwig Harig hat für die FAZ eine Erzählung zu der Rede von Hermann Minkowski geschrieben, die der Mathematiker vor 100 Jahren zum Verhältnis Raum und Zeit gehalten hat.
Thomas David ist zum Ortstermin in Edinburgh bei der Booker-Preisträgerin Anne Enright, deren Roman Das Familientreffen gerade bei der DVA erschienen ist. Für sie „ist Vergangenheit ein romantischer Ort“ und „der Tod eine ernste Angelegenheit“.
„Auf der Suche nach der verlorenen Stadt“: Auch Andreas Kilb schreibt über „die bewegende Geschichte „von Orhan Pamuk Das Museum der Unschuld (Hanser) und unter „Die Zeit des Teufels“ lobt Andreas Platthaus den „monumentalen“ Roman von Uwe Tellkamp Der Turm (Suhrkamp): „Ja, dieses Buch will alles. Und ihm gelingt auch fast alles.“
Die Welt
In der nächsten Woche wäre Romy Schneider siebzig Jahre alt geworden: Aufmacher ist deshalb einen schöne Zusammenstellung der Bücher, die neu über „Die unglückliche Kaiserin“ erschienen sind.
Und da sich heute die Mitglieder im Übersetzerverband versammeln, kommentiert Hendrik Werner „Den Wert des Übersetzens“
und Jenni Roth kommentiert unter „Deutsche Momente“ auch den Roman Der Turm von Uwe Tellkamp:
Die Literarische Welt bringt heute:
ein Gespräch mit dem britischen Historiker Ian Kershaw über „70 Jahre nach dem Münchener Abkommen lohnt der Rückblick auf Neville Chamberlain“ (Thomas Kielinger).
Editorial: Elmar Krekeler über Tempomacher und Entschleuniger (u.a. über: Frühjahrsvorschauen 2009 der Verlage werden jetzt z.T. schon ausgeliefert)
S 2: Kurt Drawert: Ich hielt meinen Schatten…(C.H. Beck), der von den wahren Verhältnissen in der DDR erzählt. Claus-Ulrich Bielfeld findet: „ob es seine letzte Antwort auf das Unterdrückungssystem ist, lässt er offen“.
In der Taschenbuchkolumne werden besprochen Philosophische Studien von Odo Marquard,(Reclam), Peter Sloterdijk: Menschenversuche. Eine Anthologie 1750-2000 (Suhrkamp), Das Ende der Zuversicht? Die siebziger Jahre als Geschichte. Hg. von Konrad H. Jarausch (Vandenhoeck & Ruprecht).
Buch der Woche ist Christian Kracht Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten (Kiepenheuer & Witsch) und Elmar Krekeler findet, „Christian Kracht macht Ernst, ein grandioser Schauerroman von dunkler Größe“.
Uwe Wittstock bespricht David Sedaris und sagt: „David Sedaris schöpft Witz aus seinem Leben“ in Schöner wird’s nicht (Blessing).
S 4: Manfred Flügge schreibt über Irène Némirovsky Feuer im Herbst (Knaus): „Auch die Wiederentdeckung ihres Gesellschaftsromans zeigt: Irène Némirovsky war eine große Erzählerin.“
Vorgestellt wird der Bildband: Yann-Brice Dherbier (Hg.): Elizabeth Taylor (Henschel).
Kurz und Knapp: Frank Goosen Weil Samstag ist. Fußballgeschichten (Eichborn); Erich Kästner Die 13 Monate (Atrium) und Rachel Kochawi Die Blutbraut (Edition AV).
Anat Feinberg rezensiert Yael Hedaya Eden (Diogenes), das ein kritisches Porträt der israelischen Gesellschaft zeichnet
S 5: Manfred Görtemaker findet, dass Sven Reichardt/Malte Zierenberg in Damals nach dem Krieg (DVA) “ munter, doch fehlerhaft das Überleben in den Ruinen“ beschreiben.
Kurz und knapp wird vorgestellt:
Michael Moore Yes we can (Piper),
und unter „Geschichtspolitik und Gegenerinnerung“ das Heft 6 der Zeitschrift „Osteuropa“ zum Thema Krieg, Gewalt und Trauma im Osten Europas Hg. von Manfred Sapper und Volker Weichsel.
„Unsichtbare Tote“: Jacob Hessing schreibt über Nicolas Berg Luftmenschen (Vandenhoeck & Ruprecht).
Auf der Genussseite (S. 6)
Im Kochbuch von Anthony F. Chiffolo und Rayner W. Hesse Jr. Kochen mit der Bibel (C. H. Beck) geht es um Speisen aus der Bibel.
„Ein Stück Schwarzbrot als Proviant“: Cosima Lutz schreibt über den Aufsatzband und den langen Weg zu esskultureller Erkenntnis A. Wierlacher, R. Bendix (Hg.) Kulinaristik (Lit Verlag)
Außerdem gibt es Kurzrezensionen zu:
Nigella Lawson Nigella Express (Dorling Kindersley), Dreimahl drei Gängen. von Denise Amann (Residenz, Die georgische Tafel von Nana Ansari(Mandelbaum), Pasta de Luxe von Christophe Moret und Francesco Berardinelli (Matthaes) sowie Koch- und Haushaltsanweisungen von dem Maler Carl Spitzweg für seine Nicht Line von Jens Christian Jensen (Seemann)-
Auf S 7: Kolumne
Ruth Klüger hat Romane von Frauen gelesen: Doris Dörrie Kirschblüten Hanami (Diogenes)
Katharina Rutschky schreibt auch über Alexander Mitscherlich zum 100. Geburtstag.
S 8:
Der Hörbuch Tipp geht an Großer-Tiger und Christian mit Christian Brückner, Hans P. Hallwachs, Alfons Rau u. a. (Der Hörverlag).
Und unter „Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer -Wo Reisen enden und das Träumen beginnt“ bespricht Alexander Kluy zwei Anthologien. (Eichborn) und
Joachim Sartorius (Hg.) Für die mit der Sehnsucht nach dem Meer (marebuch)
Süddeutsche Zeitung
„Sieg der Vernunft“: Jürgen Berger kommentiert, dass der Bundesrat „die Abschaffung der Künstlersozialkasse vom Tisch gefegt“ hat.
„Die Sowjetrepublik von Schweizerisch-Salzburg“ nennt Gustav Seibt seinen Beitrag über Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten den neuen Roman von Christian Kracht (Kiepenheuer & Witsch) und meint: „Tolitarismus – Nippes im schönsten, elegantesten Deutsch, das derzeit zu lesen ist.“
„Jäger des verlorenen Wortschatzes“: Auch Axel Rühle besucht einen Übersetzer: nämlich Ulrich Blumenbach, der seit fünf Jahren „in und mit David Foster Wallaces Jahrhundertroman Infinite Jest lebt“.
„Gott schickt seine Plagen“: Franziska Augstein findet, wenn Martin Amis in Haus der Begegnungen (Hanser) vom Gulag erzählt, ist das „Kitsch.“
und
Christian Schneider schreibt unter „Die Ein-Mann-Armee der deutschen Psychoanalyse über Timo Hoyer, der in Getümmel der Welt bei Vandenhoeck & Ruprecht ein Porträt des „zerrissenen Multitalents “ Alexander Mitscherlich vorgelegt hat.







