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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und alle Bücher aus der „Literarischen Welt“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Martin Zähringer berichtet über drei Kleinverlage, die sich für türkische Literatur engagieren. Literaturca Verlag in Frankfurt, J&D Dagyeli in Berlin und Sardes in Erlangen. Deren Motto hat er als Überschrift gewählt: „Angst haben gilt nicht“ (was sich auf eventuelle Furcht vor Repressalien gegenüber ihren Autoren in ihrer Heimat bezieht).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Per Anhalter in die Praxis“: Tobias Rüther stellt das Hörbuch In Plüschgewittern des Bachmann-Preisträger Wolfgang Herrndorf vor, das August Diehl für Tacheles bei Roof Music eingelesen hat, und „Lehmann nölt“ auch: Sven Regener hat selbst sein Buch Der kleine Bruder als CD eingelesen, von der Wolfgang Schneider findet, sie sei zu hastig produziert; die beiliegende Live-CD der limitierten Vorzugsausgabe sei viel authentischer.

In der Beilage Bilder und Zeiten wird unter „Die Alchemistin der Liebe“ die „Dichterin, Schauspielerin und Magierin“ Hilda Doolittle wiederentdeckt. Dietmar Dath findet, es sei Zeit für ihre literarische Wiedergeburt.

„Mutter Liebeskunst sticht alle aus“: Ein Bestseller aus der Goethezeit ist zu entdecken, meint Tilmann Spreckelsen: 1795 hatte August Lafontaine die „hellsichtige Satire gegen die Buchgelehrsamkeit und Rassismus“ Quinctius Heymeran von Flaming geschrieben, die jetzt bei Zweitausedneins erschienen ist.

„Dieses Land wird seine Paranoia niemals los“: Edo Reents schreibt über Klaus Modick, der in Der Schatten der Ideen einen deutschen Schriftsteller nach Amerika schickt und Bilanz der Bush-Amtszeit zieht (Eichborn Berlin).

Die Welt

Heute haben wir wieder alle Titel aus der Beilage „Die literarische Welt“ versammelt:

S1: Im Editorila schreibt Jacques Schuste über ein neues Schulbuch in Russland über Russland

und

Necla Kelek erzählt eine kleine Kulturgeschichte der türkischen Literatur von Ibrahim Müteferrika bis zu Orhan Pamuk.

S 2: Tilman Krause schreibt über Hans Pleschinki, der mit seinem neuen Roman Ludiwgshöhe (C.H. Beck)seinen Ruf als letzter legitimer Nachfahr des literarischen Rokoko bestätige.

Hendrik Werner stellt Taschenbücher vor:

Bruno Morchio Wölfe in Genua (Unionsverlag Zürich); Thor Kunkel Kuhls Kosmos (Berlin); Annett Gröschner Parzelle Paradies (Nautilus) und S. Lokatis/Ingrid Sonntag Heimliche Leser in der DDR (Ch. Links).

S 3: Buch der Woche ist Denis Johnson Ein gerader Rauch (Rowohlt), Wieland Freund findet: „ein gewaltiger Vietnam-Roman“.

S 4 Sachbuch: Matthias Glaubrecht schreibt über den „brillanten Parfoceritt“ von Josef H. Reichholf Warum die Menschen sesshaft wurden (S. Fischer).

„Pardon wird nicht gegeben“: Thomas Medicus über Corinne Maier, die in No kid (Rowohlt) für die kinderlose Gesellschaft plädiert.

Jacques Schuster stellt den Bildband Traumfrauen von Nadine Barth (Dumont) vor.

Kurz und knapp werden von Sven Felix Kellerhof Taschenbücher vorgestellt:

Stefan Creuzberger Kampf für die Einheit (Droste),
Wieland Führ Berliner Mauer und innerdeutsche Geschichte (Imhof),
A. Klaus/Gabriele Droste Sie nannten mich Familienbulle (HoCa).

S 5 Sachbuch: „Vom Landwirt zum Massenmörder“: Frank Bajohr schreibt über Peter Longerichs Heinrich Himmler (Siedler), eine Biographie, die ein „Standardwerk über die SS werden könnte“.

„Angeschlagen aber zäh“: Till R. Stoldt über Arnold Hottinger, der in Die Länder des Islam die Geschichte der islamischen Welt Jahrtausende vor Mohammed beginnen lässt(Schöningh).

Gezeigt wird der Bildband Alex MacLean: Over. Der American way of Life oder das Ende der Landschaft (Schirmer/Mosel).

Kurz und Knapp:
Lewis Wolpert Anatomie der Schwermut (C.H.Beck),
Reinhard Brandt Warum ändert sich alles (Hanser),
Rainer Hermann Wohin geht die türkische Gesellschaft? (dtv).

S 6 und 7: Türkei:

„Superstar, Sänger. Schriftsteller“: Jennifer Wilton über den Starintellektuellen der Türkei Zülfü Livaneli und seinem Buch Glückseligkeit, das von einem sogenannten Ehrenmord erzählt (Klett-Cotta).

„Jeder Satz ein langes traurig-schönes Lied“: Kerstin Strecker lobt Ahmet Hamdi Tampinar Seelenfrieden (Unionsverlag): „Ein Meisterwerk“.

Kurz und Knapp Türkische Literatur;

Beatrix Cane Alles Blaue, alles Grüne dieser Welt (dtv),
Sabahattin Ali Die Madonna im Pelzmantel (Dörlemann),
Murat Uyurkulak Zorn (Unionsverlag).

„All die verlorenen Kinder“: Stefanie Bolzen] über die Identitätssuche von Oya Baydar Verlorene Worte (Claassen) und

Elmar Krekeler über Orhan Pamuk Das Museum der Unschuld (Hanser).

Kurz und Knapp Türkische Literatur:
Alan Drew Die Wasser des Bosporus (Droemer),
Türkische Erzählungen des 20. Jahrhunderts (Insel),
Esmahan Eykol Scheidung auf Türkisch (Diogenes).

Zwei Bildbände werden erwähnt: Mehpare Bozylgit/Michel Friedmann Die andere Türkei (Aufbau)

und Michael Zick Türkei (Theiss).

Und auf S 8: Ulli Kulke schreibt darüber, dass der Diercke Weltatlas seit 125 Jahren in physischen Karten unsere Welt in Farben zeigt.

Der Hörbuch-Tipp geht um: Philipp Steele City of Light (Deutsche Grammophon).

Süddeutsche Zeitung

„Ein Crash an der Ego-Börse“: Meike Fessmann kritisiert an Kreuzungen von Marlene Streeruwitz, dass die Schriftstellerin hinter „der Figur des mächtigen Mannes“ nur die „Lächerlichkeit entdeckt“ (S.Fischer).

„Wollust ward dem Wurm gegeben“: Wilhelm Trapp lobt Simon Blackburn, der in Wollust die „schönste Todsünde“ verteidigt (Wagenbach).

Und: „Die Erde ist nur ein Staubkorn unter unseren Füßen“: Hans-Peter Kunisch findet, W.B. Yeats Irlands Königreich der Schatten ist „noch heute von zauberhafter Frische“ (Jung und Jung).

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