Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen –

damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Wie ist so eine Buchmesse eigentlich für einen Buchhändler? Das hat sich Danijal Majic unter „Herr J. aus D.“ gefragt und Stephan Jaenicke begleitet, der nach der Messe erst in den Alltag zurückfinden muss. Sehr hübsch auf dem Foto: Jaenicke auf dem eBuch-Stand zusammen mit Lorenz Borsche.
Euroislam auf eigenen Wegen? Christian Welzbacher plädiert in seinem Buch Euroislam-Architektur. Die neuen Moscheen des Abendlandes im Verlag Sun für einen modernen Moscheenbau, so Christian Thomas unter „Fatale Formen“.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Im Aufmacher heißt es mit überraschend viel Enthusiasmus, dass Alexander Kluge „jetzt endlich“ Das Kapital von Karl Marx verfilmt, nachdem selbst Sergej Eisenstein 1929 niemanden gefunden hatte, der das wagen würde. Es folgt ein langes Interview mit Kluge.
„Sorry das war ein Behandlungsfehler.“ Dass die medizinische Kunst immer mehr verrechtlicht, darum geht es in zwei Titeln: Wienand Gellner u.a. Neue Patienten, neue Ärzte? und Henning Rosenau, Der medizinische Behandlungsfehler, beide Nomos Verlag. Robert Jütte ist darüber erschrocken, dass es den Ärzten nur noch darum geht, dass die medizinische Behandlung juristisch wasserdicht ist.
Vor übertriebener Prävention warne dagegen Werner Bartens in seinem Buch Vorsicht Vorsorge beim Suhrkamp Verlag. Der medizinische Irrglauben könne sich „sogar die Pizza schönforschen, wenn ihr das von Nutzen sein sollte“, meint Gesine Hindemith unter „Diagnose Fehlalarm“.
„Wer erlöst den Erlöser?“ Barbara Bronnen habe in ihrem Roman Liebe bis in den Tod zwar mit Sterbehilfe ein Thema aufgegriffen, das durch die Medien gereicht wird, aber sie bestehe, meint Walter Hinck.
„Ein schmählicher Vorgang“, Aleida Assmann sagt gleich in der Überschrift, was sie davon hält, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Ausgabe der Werke Martin Bubers nicht mehr fördern will. Die stille Hinnahme dieser Entscheidung, die über den deutsch-isrealischen Dialog hinausreichende Ausgabe einzustellen, „wäre in der Tat ein schwarzer Tag für uns alle“, schreibt sie.
Nachtrag: Das hatten wir gestern übersehen: Die FAZ hat unter „Von der Hühner zur Himmelsleiter“ ein Protrait über den Vier Türme Verlag gebracht und über „ein neues Domizil für Anselm Grüns Verlag im Kloster Münsterschwarzach“ berichtet. Dabei wissen wir, dass sich das Haus von dem Ein-Autoren-Verlag-Image befreien will, zumal die Grüns Bücher im Verlag eher in Teamarbeit entstanden sind. Doch nun lässt sich nachlesen, wie der Verlag, den die Nazis als „Hort der katholischen Reaktion“ 1941 enteigneten, ansprechend architektonisch neu gestaltet wurde.
Süddeutsche Zeitung
„Wenig Glück im empfohlenen Welthause“, heißt die Rezension von Jan Schleusner über die erste umfassende Biografie des Ruhrindustriellen August Thyssen, die Jörg Lesczenski im Klartext Verlag veröffentlicht hat.
Hans-Peter Kunisch hat sich unter „Ein Plan aus Fleisch und Blut“ mit den Briefen von Anna Seghers auseinandergesetzt, die bei Aufbau unter dem Titel Ich erwarte Eure Briefe wie den Besuch des besten Freundes erscheinen sind.
Die Welt
Wie in der FAZ macht DIE WELT ganzseitig ihr Feuilleton mit dem Bericht über eine Verfilmung auf. Hier geht es um Eine Frau in Berlin von Anonyma, das derzeit bei btb zu haben ist.
In Köln und Leverkusen werden die „Abstrakten Bilder und Fotoübermalungen von Gerhard Richter gezeigt. Der Katalog für die Kölner Ausstellung ist im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen, der für die Ausstellung in Leverkusen bei Hatje Cantz.
Neue Zürcher Zeitung
„Die erfundene Jungend“, übernimmt Sabine Fröhlich den Titel des Buches (Die Erfindung der Jugend von Jon Savage für die Überschrift ihrer Rezension. Der Klassiker ist im Campus Verlag erschienen.
„Steingeschmack und Salzluft“ überschreibt Jürgen Brocan seinen Bericht zu der Neuausgabe der Gedichte von Robinson Jeffers unter Die Zeit, die da kommt bei Hanser. Er lobt das „ausgezeichnete“ Nachwort.
„Wolkenbruch der Wörter“, so sei die Sammlung ukrainischer Lyrik der Moderne, die Adrian Wanner unter dem Titel Der Klang von Sonnenklarinettten im Pano Verlag herausgegeben hat, meint Ilma Rakusa.
„Auf Pasolinis Spuren“, darum gehe es unter anderem in den Erzählungen von Giuseppe Zigaina, die unter dem Titel Mein Vater, der Widder im Folio Verlag. Die „nervöse Konzentriertheit“ der Texte haben Franz Haas beeindruckt.
Annotiert wird unter „Beim Räsonieren zuschauen“ die Ausgabe der Kolumnen von Peter Bichsel, die mit dem Titel Heute kommt Johnson nicht (Suhrkamp).