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Im Oktober des kommenden Jahres wird des 150. Todestages eines Buchhändlers und Verlegers gedacht werden, dessen Name zum Synonym für eine bestimmte Literaturgattung wurde.
Als sich der internationale Erfolg seines Unternehmens einstellte – da war er schon 49 Jahre alt – veränderte er die Schreibweise dieses Namens leicht und in dieser Form ist er als Firmenname bis heute erhalten geblieben.
Der Gesuchte stammte aus einer alten Drucker- und Verlegerfamilie, schon der Urgroßvater war Stadtbuchdrucker gewesen. Er selbst trat nicht in das väterliche Unternehmen ein, das heute unter dem Familiennamen mit den Initialen der Vornamen seines Vaters Teil einer großen buchändlerischen Filialgruppe ist, sondern gründete an einem anderen Ort eine Sortiments- und Verlagsbuchhandlung und erwarb einen Verlag dazu. Dieser hielt die Rechte an einem Handbuch, dessen zweite Auflage er persönlich bearbeitete. Der Erfolg dieses Handbuchs beflügelte ihn zur Gründung einer Reihe, die zu seiner Lebensaufgabe wurde.
Er schrieb die Bände nicht nur „nach eigener Anschauung und besten Hilfsquellen“ selbst, sondern überzeugte durch Übersichtlichkeit, Genauigkeit und Aktualität. Bei seiner schriftstellerisch-verlegerischen Arbeit war er so penibel, dass eine Anekdote sogar den Begriff „Erbsenzähler“ als auf ihn gemünzt interpretiert.
Auch verstand der Verlagsgründer etwas von Marketing, lange ehe es diesen Begriff gab. Seine Reihe besaß von Anfang an Premiumqualität, war gekennzeichnet durch eine auffallende Einbandfarbe und fand viele Nachahmer. Vor allem aber löste sie eine bis heute anhaltende Massenbewegung aus, deren Ende nicht abzusehen ist.
Sein Vorbild war ein englischer Konkurrent, von dem er die Einbandfarbe für seine Reihe übernahm und mit dem er eine Vertriebsunion einging. Von diesem übernahm er auch den Usus, bestimmte in seinen Büchern erwähnte Objekte durch ein einfaches oder verdoppeltes (und nicht, wie oft kolportiert wird, verdreifachtes) typografisches Element hervorzuheben.
Der Verlag wurde 45 Jahre nach seiner Gründung ins Zentrum des deutschen Buchhandels verlegt und ging dort im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs unter. Nach mühsamem Neubeginn und mehrfachem Orts- und Besitzerwechsel wurde er in eine große Verlagsgruppe integriert, die ihr Programm auf jene Massenbewegung ausrichtet, die der Verleger mit seiner Reihe wesentlich mit ausgelöst hatte.
Übrigens war eine Reihe des Verlages nach dem Neubeginn nach 1945 eine der ersten, wenn nicht die erste, die ihren Namen mit dem einer großen Marke von außerhalb der Branche verband. Heute ist das Verlagsprogramm in zwei Reihen gegliedert, von denen die eine nach wie vor neben dem traditionsreichen Verlagsnamen das Logo eines großen branchenfremden Kooperationspartners trägt.
Für die vor 1945 erschienenen Bände hat sich eine eigene internationale Sammler- und Fangemeinde zusammengefunden, die im Internet über Wiki in englischer Sprache miteinander kommuniziert.
Heinold fragt: Wie hieß der Verlagsgründer (Name und Vorname)
Senden Sie die Lösung an: heinold@buchmarkt.de. Und bitte das Stichwort „Heinold fragt“ nicht vergessen. Einsendeschluss ist der 17.11.2008.
Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar:
Bücher und Buchhändler“ von Wolfgang E. Heinold, 5. neubearbeitete Auflage, 239 S., Bramann 2007







