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Wolfgang Hörner über seinen neuen Verlag Galiani

Unter dem Dach von KiWi soll im kommenden Jahr der neue Galiani Verlag entstehen, den

Wolfgang Hörner

Wolfgang Hörner gemeinsam mit Esther Kormann gründen will [mehr…]. Das ist Anlass für Fragen an Hörner, der seit 18 Jahren bei Eichborn ist.

Auf der Frankfurter Buchmesse wurde schon gemunkelt, Sie hätten Pläne, sich selbständig zu machen…

Wolfgang Hörner: Das überrascht mich, denn ich war auf der Messe ausschließlich für Eichborn unterwegs. Das gilt auch noch bis zum Jahresende, denn „Galiani“ fängt erst im nächsten Jahr an; in diesem Herbst gibt es noch grandiose und höchst ungewöhnliche Bücher wie Daniel Schwartz „Schnee in Samarkand“, die in Deutschland noch gar nicht wahrgenommen sind. Die sollen darunter nicht leiden und die Arbeit der nächsten Tage gilt erst mal dem Ziel, ihnen die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Hatten Sie bei Eichborn keine Zukunft mehr?

Wolfgang Hörner: Oh doch, das Gegenteil ist der Fall. Ich hätte Eichborn Berlin fortführen können, niemand hatte das Ansinnen das zu beenden. Aber die Chance, die sich gemeinsam mit Kiepenheuer & Witsch aufgetan hat, war einfach so wunderbar, dass es sträflich gewesen wäre, sie nicht beim Schopfe zu packen. Es gab keinen Streit, die Trennung erfolgt in höchstem gegenseitigen Respekt und ich nehme von vielen wunderbaren Kollegen auch mit großer Trauer Abschied.

Was wird es denn nun geben an Programm?

Wolfgang Hörner: Da sei erst mal nur die Spannung geschürt und gesagt: ab nächsten Herbst geht es los, und es wird schön.

Aber wenn Sie nichts verraten wollen – wird es anders sein als bisher?

Wolfgang Hörner: Ich kann doch eigentlich gar nichts anderes, als das, was ich bisher gemacht hatte, völlig anders wird es also nicht sein. Sie werden Literatur, Sachbuch und Klassiker finden. Und egal in welcher Sparte: unverwechselbare Stimmen sollen sie sein, eigen, überraschend aber höchst lesbar.

Wie sind Sie eigentlich mit Esther Kormann zusammen gekommen?

Wolfgang Hörner: Ich kannte Esther Kormann über vier Ecken privat, bevor ich 1998 nach Berlin kam, sie war dann die zweite Praktikantin, die ich hatte, die beste je, und mit ihr zusammen habe ich dann seither Eichborn Berlin gemacht.

Ist das jetzt eigentlich ein mutiger Schritt?

Wolfgang Hörner: Alles Neue ist immer irgendwie mutig, aber es gibt halsbrecherischere Aktionen, als mit einem solchen Traumpartner zu starten.

Und warum heißt der Verlag Galiani?
Können Sie nicht googlen? Fernando Galiani war neapolitanischer Botschafter in Paris, (Brief)freund der Enzyklopädisten, halt ein Mann, der an allen Phänomen des Lebens höchst interessiert war – und nie langweilig. Deshalb ist unser Motto: „An allem interessiert und nie langweilig“.

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