Blitzlichtgewitter im Kulturkaufhaus Dussmann: Das Interesse der Medien war groß, als

die griechische Sängerin Nana Mouskouri heute vor der Presse ihre Autobiografie „Stimme der Sehnsucht. Meine Erinnerungen“ vorstellte.
In dem Buch, das im Berliner Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen ist, erzählt die 74-Jährige, die 50 Jahre lang auf der Bühne stand, von ihren großen Erfolgen, von ihrer Freundschaft zu Kollegen wie Quincy Jones, Harry Belafonte und Udo Lindenberg, aber auch von ihrer Kindheit und dem Spagat zwischen Bühne und Familie. Mit über 250 Millionen verkauften CDs ist sie heute eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt und hat vor allem in Deutschland zahlreiche Fans.
„Ohne Deutschland wäre ich nicht hier“, sagte Nana Mouskouri, die 1961 mit „Weiße Rosen aus Athen“ über Nacht berühmt wurde. Es sei eine große Freude, auf der Bühne zu stehen. Sie sei ein idealer Ort, um Gefühle mit dem Publikum auszutauschen. „Doch jahrzehntelang nur in Hotels unterwegs zu sein, bedeutet auch Einsamkeit“, räumte sie ein. Es habe sehr viel Disziplin erfordert, Familie und Karriere zu vereinbaren.
In diesem Sommer hat Nana Mouskouri, die in Genf, Paris und Athen lebt, in Athen ihre Abschiedstournee mit einem Abschiedskonzert beendet. „Alles im Leben hat ein Ende und man muss lernen loszulassen.“ Künftig will sie ihre freie Zeit nutzen um Freunde zu treffen und sich ihrem Enkelkind zu widmen. „Familie ist alles im Leben“, sagte sie.
Das deutsche Interesse an einer Lizenz für die 2007 in Frankreich erschienene Originalausgabe sei groß gewesen, sagte Verleger Oliver Schwarzkopf und freute sich, dass sein Verlag das Rennen machen konnte. Der Handel habe schon gut geordert. In den kommenden Tagen dürften die Medien für zusätzliche Aufmerksamkeit für die Künstlerin und ihre Erinnerungen sorgen.
Heute findet um 18 Uhr bei Dussmann eine Signierstunde statt. Morgen präsentiert Nana Mouskouri ihr Buch um 20 Uhr im Admiralspalast.