
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„In Hoffnungslosigkeit vollendet“ heißt Olga Martynovas Artikel: Ein Vergleich mit Solshenizyn erhellt das Schicksal von Warlam Schalamw], dessen Erzählungen aus Kolyma in der Sowjetunion keine Chance hatten. Die Werke von Schalamow gibt es bei Matthes & Seitz.
Preise, Preise, Preise: Peter Urban erhält Turgenjew-Preis, Artur Becker den Chamisso-Preis, Christopher Kloebe den Ponto-Preis und Rolf Lappert den Schweizer Buchpreis.
Sonia Petner gewinnt den Open Mike 2008.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Der vergessene Bruder“ heißt Helmuth Kiesels Artikel über Friedrich Franz von Unruh; ein heute fast vergessener früher Kritiker Hitlers, der sich zur Nazi-Zeit zu einem „Kultur-Nationalisten“ wandelte. Bei Romach erscheint jetzt eine Kritische Werkausgabe von Unruhs.
Wolfgang Schneider war beim Open Mike: „Biete Geschichten, suche Aufmerksamkeit“.
Andreas Platthaus rezensiert Fred Vargas ersten Comic Im Zeichen des Widders: Damit ist Aufbau auf hohem Niveau ins Comic-Geschäft eingestiegen.
Auf der letzten Seite: Nana Mouskouri stellt in diesen tagen die deutsche Übersetzung ihrer Memoiren Schwarzkopf & Schwarzkopf.
Und: „Achtzig Jahre und kein bisschen weise“: Andreas Platthaus feiert Micky Maus’ Geburtstag.
Süddeutsche Zeitung
“Hier tritt der Tod auf, immer fidel”, damit wird Mickey Mouse heute in der Süddeutschen gefeiert. Der Widerstand gegen die Gesetze der Physik sei eine große Innovation gewesen. Dabei ist die Anspielung nicht zu überhören, wenn Susan Vahabzadeh schreibt, dass die Mouse ihren Aufstieg den schlechten Zeiten zu verdanken habe.
„Eigentlich ein schöner Ort“, wenn sich dort nicht die Kriege der Moderne abspielen würden. Matthew Eck erzählt von diesen in seinem Roman Das entfernte Ufer beim Tropen Verlag. Das Buch setze Maßstäbe in seiner Gattung, findet Christoph Haas.
„Das Bürgertum ist kein deutsches Patent“, resümiert Cavid Motadel nach der Lektüre von Magrit Pernaus „preisgekrönter Studie“ Bürger mit Turban. Muslime in Neu Delhi im 19. Jahrhundert, die bei Vandenhoek & Ruprecht erschien.
„Wissenschaft als Roman“: Thomas Scherrin berichtet von einem Sängerwettstreit in Innsbruck über die Ilias-Übersetzung von Raoul Schrott (Hanser).
„Im falschen Waschgang“: Viele gute Texte seien beim Berliner „Open Mike“ zu hören gewesen, findet Jean-Michel Berg. Der Begleitband erscheint beim Allitera Verlag in München.
Neue Zürcher Zeitung
„Nabokov für Cracks“: Dieter E. Zimmer schlüsselt in Wirbelsturm Lolita. Auskünfte zu einem epochalen Roman (Rowohlt-Verlag) den Nabokov-Klassiker auf. Zimmer könne „mit einer Reihe von überraschenden Trouvaillen aufwarten“, so Ulrich M. Schmid.
Unter „Freud noch einmal?“ geht es nicht um noch ein Biografie über Siegmund Freud, sondern um den Psychoanalytiker Otto Fenichel, nach dessen Tod es hieß, man hätte Freud ein zweites Mal verloren. Elke Mühlleitner hat ihm unter Ich – Fenichel. Das Leben eines Psychoanalytikers im 20. Jahrhundert bei Zsolnay ein Andenken bewahrt.
„Das Radio der einsamen Herzen“, so könnte der Roman Lost City Radio von Daniel Alarcóns auch heißen, es soll ein „packender Roman über eine Diktatur in Lateinamerika“ sein, befindet Kersten Knipp über das Buch aus dem Wagenbach-Verlag.
„Variationen über die Liebesblödigkeit“, darum geht es in Valérie Mréjens kurzen Roman Zitrus im Suhrkamp Verlag, berichtet Georg Renöckl.
„Ein Epochenwechsel?“, die Marke RGG gibt es jetzt auch als RPP, als Religion in Past and Presence. Die Übersetzung des Standardlexikons Religion in Geschichte und Gegenwart ins Englische sei professionell und gelungen, so Harm Klueting.







