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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und jetzt auch mit der ZEIT (und großem Kinder- und Jugendbuch-Teil)

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Die ZEIT

Im Feuilleton: Claude Lévi-Strauss, einer der bedeutendsten Denker unserer Zeit, wird 100. Thomas Assheuer widmet ihm einen großen Artikel unter dem Titel „Wir Barbaren“, hat sich natürlich in seinen bei Suhrkamp erschienen Werken umgesehen und auch die Monografie von Thomas Reinhardt bei Junius gelesen.

Den Literaturteil eröffnet Cees Nooteboom mit der seiner Rede anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin [mehr…].

Volker Ullrich weist darauf hin, dass bei Edition Nautilus (am 8. Januar) ein spektakuläres Buch erscheint: Klaus Gietingers Biografie Der Konterrevolutionär. Waldemar Papst – eine deutsche Karriere. Mit neuen Dokumenten soll der Autor darin beweisen, wer die wirklichen Hintermänner des Luxemburg/Liebknecht-Mordes vor 90 Jahren gewesen sind.

Kurt Drawert hat mit seinem bei C.H. Beck erschienenen Roman Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte „eine vor Zorn klirrende Abrechnung mit der DDR“ geschrieben, findet Fritz J. Raddatz.

Anne Enright legt mit Das Familientreffen einen großen Roman über Tod, Familie und Sexualität vor (DVA). Bernadette Conrad ist begeistert.

Unter „Kristallpalast des Herzens“ rezensiert Friedhelm Rathjen den neuen Roman Winterwald von Patrick McCabe.

Große Studien untersuchen das Leben im Ghetto: Adrain Nicole LeBlanc Zufallsfamilie (Zsolnay) und Sudhir Venkatesh Was Gangs und Unternehmen gemeinsam haben (Econ) – Katharina Döbler gibt einen Überblick.

Stefanie Flamm rezensiert Merle Hilbks Die Chaussee der Enthusiasten. Eine Reise durch das russische Deutschland (Aufbau).

Brigitte Hamann erzählt in Hitlers Edeljude (Piper) das Leben des Armenarztes und eben Hausarztes der Familie Hitler) Eduard Bloch.

„Rechtzeitig Nein sagen“ heißt Gunter Hofmanns Rezension von der andere DDR-Geschichte Das 41. Jahr von Dieter Segert bei Böhlau Wien.

David Hugendick hat den Comic-Künstler Arne Bellstorf besucht.

Tobias Gohlis rezensiert John le Carrés “Meisterwerk“ Marionetten (Ullstein.

Annotationen
Irène Némirovsky Feuer im Herbst (Knaus) und Marie NDiaye Mein Herz in der Enge (Suhrkamp).

Kinder- und Jugendbuch
Iris Radisch macht mit einer Rezension von Stephenie Meyers Seelen (Carlsen} auf.

[Wolf Erlbruch rettet die Monarchie Der König und das Meer (Sanssouci/Hanser) und nimmt Abschied als Kalendermann Kinderzimmerkalender 2009 (Peter Hammer), meint Konrad Heidkamp.

Franziska Biermann porträtiert den Faulen Kater Josef (Residenz). Jeder darf sich gemeint fühlen, findet Elisabeth von Thadden.

„Die Katze in der Mäuse-WG“ – das klingt verheißungsvoll. Und ist es auch, findet Susanne Mayer, die sich Mrs. Marlowes Mäuse von Frank und Devin Ash] (Jacoby & Stuart) angesehen hat.

Die Weltreise einer Fleeceweste – ein Globalisierungsbuch der anderen Art von Wolgang Korn und Borgit Jansen (Bloomsbury) hat sich Silke Schnettler angesehen.

Mit Gut gebrüllt, Lilli! hat Claudia de Weck eine turbulente Hundegeschichte geschrieben. Ulrich Greiner rezensiert.

Das kennt jeder: Theodor Fontanes Ballade John Maynard. Der Kindermann Verlag hat sie jetzt (mit Illustrationen von Tobias Krejtschi) neu gemacht.

Ein bisschen verplaudert erscheint Manfred Sack das von Dieter Bartetzko und Gottfried Müller gemeinsam gemachte Türme, Paläste und Kathedralen – eine Bildungsreise durch die Geschichte der Architektur bei S. Fischer.

Rolf Michaelis rezensiert Eduard van de Vendel und Fleur van der Weels Superguggy – fröhliche Gedichte aus Holland.

„Von pupsenden Ponys…“ erzählen Eva Muszinski und Karsten Teich (der für BuchMarkt schon mal eine schöne Weihnachtsgrafik geschaffen hat) in der schrägen Wildwest-Geschichte Cowboy Klaus und das pupsende Pony (Tulipan) – eine windige Geschichte?

Nicht nur Flatulenz im Kinderbuch, auch anderes Getön: Ritter durften noch rülpsen heißt das bei der DVA erschienene Buch von Susanne Mutschler und Klaus Ensikat. Da kann man – und so tut es Rezensentin Sybil Gräfin Schönfeldt – nur noch Fairness und Benehmen B. Hoffmann und D. Tust (Carlsen) dagegensetzen.

Susanne Gaschke hat Cornelia Funke interviewt, mehr dazu hier: [mehr…]

Eine grandiose Anzeige: Die ZEIT bedankt sich bei allen Vorlesern des bundesweiten Vorlesetages 2008. Wir mussten Christian von Zittwitz (rechts neben der Micky Maus) nicht lange überreden, mit dieser schaufenstergeeigenten Anzeige für unser Foto zu modeln…

Der Traum vom Fliegen ist alt – das gleichnamige Buch von Susanna Partsch und Rosemarie Zacher (Bloomsbury) brandneu. Reinhard Osterroth rezensiert.

Noch was aus Holland: Tote Maus für Papas Leben heißt Marjolijn Hofs bei Bloomsbury erschienenes Buch.

Nennt mich nicht Ismael von Michael Gerard Bauer (Hanser) ist ein hochkomischer Jugendroman über einen Schüler, den fiese Mitschüler drangsalieren, findet Susanne Gaschke.

Siig Seuss hat sich die neuen Bilderbücher von Sven Nordquist Wo ist meine Schwester (Oetinger) und Rotraut Susanne Berner Nacht-Wimmelbuch (Gerstenberg) angesehen, und das BuchUnschlagbar von Elisabeth Zöller, Andreas Schick und Anne Bischoff (Fischer Schatzinsel) zeigt, wie sich Jugendliche gegen Gewalt und Mobbing wehren können.

Frankfurter Rundschau

Franziska Augstein über Leben und Schreiben von Jorge Semprún: Das Buch mit dem Titel Von Treue und Verrat erschien bei C.H. Beck. Rezensent Jürger Verdofsky zeigt sich begeistert.

Auf der Magazin-Seite ein Porträt von Sven Nordquist, Zeichner, Autor und Findus-Erfinder. Boris Halva hat sich seine fantastischen Welten angesehen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Am Dümmsten aber sind die Bayern“ – so der Titel von Karl-Heinz Göttert]s Rezension des Bandes Friedrich Nicolai & und die Berliner Aufklärung (Wehrhahn Verlag Hannover). Sie sehen, die Überschrift ist rein historisch zu betrachten.

Tilman Spreckelsen hat sich mit Selma Lagerlöf beschäftigt („Fluch der alten Tanten“): Liebesgeschichten sind bei dtv erschienen, und Manesse hat Herrn Arnes Schatz neu herausgebracht. Anlass ist der 150. Geburtstag der heute fast vergessenen Literaturnobelpreisträgerin.

Annotationen
Sabine Scho farben. Gedichte (Kookbooks) und Brigitte Landes Leben. Ein Lesebuch (Insel).

Die Welt

Reich-Ranickind die Frauen heißt eine Glosse von Berthold Seewald – lesen Sie einfach selbst.

Auch die WELT gratuliert der Lagerlöf zum 150. Wieland Freund ist sich nicht ganz sicher, ob die Autorin uns heute noch viel zu sagen hat.

Süddeutsche Zeitung

Auch Thomas Steinfeld schreibt eine Würdigung für die Lagerlöf: „Gewiss, der Kitsch ist selma Lagerlöf oft nicht fern, und er hat meist etwas Phantastisches.“

Mischa Meier hat sich in Religionen umgetan: Er rezensiert Paul Veyne Die griechisch-römische Religion. Kult, Frömmigkeit und Moral Reclam und Als unsere Welt christlich wurde vom gleichen Autor (C.H. Beck).

merten Worthmann rezensiert Ahmed Toufiqs Roman Abu Musas Nabarinnen (Insel) – ein Buch, das zur Toleranz gegenüber Fremden mahnt.

Neue Zürcher Zeitung

„Am Saum des Unsichtbaren“ versuche Arnold Stadler sich mit Salvatore (S.Fischer) in den „vielleicht übergroßen Fragen des Glaubens“. Er bleibe hinter seinem früheren Werk zurück, resümiert Paul Jandl.

Ansonsten gibt es „Alpinistische Literatur“ zum Thema „Die magische Zahl der Alpen“. Altitude 4000 von Maurice Schobinger und Pierre Abramowski] betrachtet alle Gipfel über 4000 Metern Höhe, allerdings mit zu vielen Übersetzungsfehlern im Text, wird moniert.

Berichtet wird im Zürich-Teil die Übergabe von NS-Raubgut an das Thomas-Mann-Archiv durch die Bayerische Staatsbibliothek.

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