
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„100 Jahre Einsamkeit“ … und dann begann der Rummel für den Soziologen Claude Lévy Strauss, der einiges an Besuchern zum 100. Geburtstag über sich ergehen lassen musste. Unter anderem Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Die FR war auch dabei.
„Ein Menschenleben hat keinen Wert“ ist das Resümee von Hans Christoph Buch in seinem Bericht über den kongolesischen Bürgerkrieg. Zuletzt ist von ihm bei zu Klampen Black Box Afrika. Ein Kontinent driftet ab erschienen.
„Sie wollen sich nicht mehr unter dem Tisch treten“, haben angeblich jedenfalls Perlentaucher und die FAZ vor der Pressekammer des Hamburger Landgerichts beschlossen. Die FAZ mache nur eine Notiz, die einen „hämischen“ Artikel im Juli 2007 gerade rücke, beide verzichten auf das verbale Nachtreten über den Ausgang des Gerichtsprozesses.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Die Stadt, die ich liebte hat sich selbst verraten“, das ist das Resümee von Booker Preisträger Aravind Adiga (Der weiße Tiger), C.H. Beck) zu seinem erneuten Rundgang durch Bombay nach dem Anschlag.
Gemeldet wird, dass die Witwe Ignes Ponto im Streit um den Film Der Bader Meinhoff Komplex in Teilen Recht bekommen hat. Die 28. Zivilkammer des Kölner Landgerichts empfahl Bernd Eichinger „darauf hinzuweisen, dass die Darstellung des Geschehens in manchen Szenen von der Realität abweichen könne“.
„Ich hatte eine Firma in Afrika“, beschreibt den „zornigen Realismus“ junger nigerianischer Autoren, zu denen auch Sefi Atta gehört, dessen Roman Sag allen, es wird gut bei Peter Hammer erschienen ist.
„Dänischer Doppelkopf“ ist der Titel über die Rezension zu Jonas T. Bengtssons Aminas Briefe (Tropen), das witzig, manchmal klischeehaft, aber nicht kitschig sei, so Peter Urban-Halle.
Annotiert wird unter „Zu wenig Brücke“, die Gedichte von Dagmar Nick Schattengespräche (Rimbaud) und unter „Zu viel Farbe“ der Roman von Ahmed Toufiq Abu Musas Nachbarn beim Insel Verlag.
Süddeutsche Zeitung
„Das Wunder bricht in den Werktag ein“, das Frankfurter Städel zeige die schönste Altniederländer Ausstellung seit Jahrzehnten, der Katalog dazu ist bei Hatje Cantz erschienen.
„Dankesbrief für einen Nachttopf“ Burkhard Müller hat sich den fünften und letzten Band von Virginia Wolfs Tagebüchern angesehen, der die Briefe zwischen 1936 und 1941 beinhaltet und den Klaus Reichert bei S. Fischer herausgegeben hat.
„Pflanzen haben einfach keine Nerven“, das finde sich in Florianne Koechlins PflanzenPalaver aus dem Leonos Verlag.
Die „Neinsager der Bundesrepublik“ im Briefwechsel. Ernst Forsthoff und Carl Schmitt, schreiben aus den Schmollwinkeln der Bundesrepublik, erschienen unter Briefwechsel (1926-1974) im Akademie Verlag.
„Seminarmarxismus“: Der letzte Text von Heinz Dieter Kittsteiner, den er kurz vor seinem Tode per Mail verschickte ist jetzt unter Unverzichtbare Episode in der Zeitschrift für Ideengeschichte (Heft 11/4) (C.H.Beck) erschienen.
Aus der Tastatur von SZ-Autoren wird vorgestellt Ulrich Schäfers Der Crash des Kapitalismus, das bei Campus erschien.
Gemeldet wird, dass die Berliner Autorin Monika Maron die Mainzer Stadtschreiberin 2009 wird. Der mit 12500 Euro dotierte preis ist mit einem Umzug nach Mainz und der Möglichkeit, eine Dokumentation mit dem ZDF nach freier Themenwahl zu produzieren, verbunden.
Die Welt
„Roman aus der Vogelperspektive“: Hendrik Werner berichtet über einen ersten Roman, der aus Internet-Prosa erschienen ist. Senghor on the Rocks heiße der im Senegal spielende Roman des Österreichers Christoph Benda, dessen Verlauf der Leser an interaktiven Kartenausschnitten verfolgen kann und der unter www.snghorontherocks.net nachzulesen ist.
Der Spiegel
„Lauter kleine Diederiche“ ist ein Grundsatzartikel über den mangelnden Mut zur abweichenden Meinung. Damit erhalte Heinrich Manns Untertan wieder neue Aktualität.
Unter „Mafia ist immer ein großes Drama“ haben sich Donna Leon und Petra Reiski zum gemeinsamen Gespräch über das organisierte Verbrechen getroffen. Petra Reiski gilt ähnlich wie Roberto Saviano nach der Veröffentlichung ihres Buches Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern ebenfalls als gefährdet.
„Gespielte Normalität“ hat der Spiegel bei den Filmaufnahmen zu Batya Gurs Denn die Seele ist in deiner Hand (deutsch: Goldmann) beobachtet.
Neue Zürcher Zeitung
„Die Türkei zwischen Säkularismus und Islam“ fasst sieben auf englisch geschriebene Titel zusammen und zeigt damit wie stark beachtet das Thema Islam im Ausland ist.
„Kein Ende des dreissigjährigen Krieges“ betrachte Can Merey in Die Afghanische Misere. Warum der Westen am Hindukusch zu scheitern droht, das bei Wiley-VCH erschienen ist.
„Wider Nationalismus und Sozialstaat“, das gehöre zu den provozierenden Themen in Wolfgang Herles‚ Die andere Geschichte Deutschlands beim Piper Verlag.