
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Ab sofort auf Sendung“ ist eine neue Bestsellerliste: „Der Weltempfänger“ empfiehlt ins Deutsche übersetzte Bücher aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Unterstützt wird die Liste unter anderem von Messedirektor Jürgen Boos.
Den Anfang machen:
1. Aravind Adiga: Der weiße Tiger, C.H.Beck
2. Jamal Mahjoub: Die Stunde der Zeichen, Büchergilde
3. Juan Rulfo: Pedro Páramo, Hanser
4. Deon Meyer: Weißer Schatten, Rütten & Loening
5. Evelio Rosero: Zwischen den Fronten, Berlin
6. Youssouf Amine Elelamy: Gestrandet, Donatta Kinzelbach
7. Sefi Atta: Sag allen, es wird gut, Peter Hammer
„Neue und alte Kriege“: Über zwei Seiten wirft Herfried Münkler, Prof. der Humbold-Uni einen geopolitischen Blick auf den Planeten. Zuletzt ist von ihm Humanitäre Intervention (Verlag der Sozialwissenschaften) erschienen und davor Imperien: Die Logik der Weltherrschaft (Rowohlt)
Gemeldet wird, das sich „Perlentaucher und FAZ weiter uneinig“ seien. Nicht, dass ein falscher Eindruck nach der gestrigen Meldung entstünde, man wolle sich nicht mehr unterm Tisch treten. Perlentaucher besteht weiterhin auf Unterlassung bzw. Richtigstellung eines FAZ-Artikels. Neuer Termin vor Gericht ist der 6. Februar.
Sten Rudholm, Literaturnobelpreis-Juror, ist gestorben. Er galt als einer der höchsten Juristen Schwedens und starb ym vergangenen Samstag im Alter von 90 Jahren.
Nun sorge auch Heinrich Breloers Buddenbrooks für Verstimmung. Die Stadt Lübeck hat noch eine Rechnung von 125.000 Euro offen, die ihr erst zu einem Teil bezahlt worden ist. Es geht um das Abmontieren und Anbringen von Straßenschildern an den Drehorten…
Süddeutsche Zeitung
„Im Namen des Scheichs, der den Pinsel aufhob“ heißt eine Reportage über die Begegnung deutscher und arabischer Schriftsteller, die von der Mohammed Bin Rashid Al Maktoum Founsation inszeniert wurde. Unter den deutschen Geladenen, die sich dem Dialog der Kulturen stellten, waren u. a. Hans Magnus Enzensberger, Adolf Muschg, Danielea Dahn und Michael Roes.
„Lesen heiß rebellieren“ war eines der Motti der Fiesta International da la Cultura, el Libro 2008, der ersten Buchmesse in Ecuador. Antje Weber kommentiert die Veranstaltung in „Mozart und Mestizen“.
Die Kurzkritik widmet sich Esmahan Aykols Scheidung auf Türkisch. Ein Fall für Kati HIrschel, ein illustrer Krimi um eine deutsch-jüdische Buchhändlerin, die in Istanbul ermittelt. Erscheint bei Diogenes.
„Ach du liebe Zeit“: Dass die reale Zeit der Geschichte in dieser Philosophie der Geschichte der Zeit keinen Platz hat, ist das Resumee der Besprechung von Karen Gloys Philosophiegeschichte der Zeit, verlegt beim Wilhelm Fink Verlag.
„Nahschuss“ die Krimikolumne von Friedrich Ani kommentiert Freispruch für den Hund der Baskervilles. Hier irrte Sherlok Holmes, erschienen bei Kunstmann, wo der Literaturprofessor und Psychonalytiker Pierre Bayard den Mythos aus Conan Doyles Roman – einen der meistgelesensten Krimis überhaupt – auf den Kopf stellt.
Die Welt
„Rettet den Brief“, ruft Hendrik Werner uns aus der Zeitung entgegen. E-Mails und SMS seien nur Schrumpfformen. Werner stellt zur Rettung einige Sammelbände vor, die das handgeschriebene Wort bewerben sollen:
1. Rüdiger Görner (Hg.): Demnächst mehr, Berlin University Press
2. Stefan Bollmann: Briefe liebe ich, für Briefe lebe ich. Frauenbriefe aus fünf Jahrhunderten, Sandmann
3. Petra Müller/Rainer Wieland (Hg.): Liebesbriefe großer Männer Bd. 1, Piper
4. Eva Bildt, Helmut Gollwitzer: Ich will Die schnell sagen, dass ich lebe, Liebster, C.H.Beck
5. Wolfgang Frühwald: Lebe wohl, lebe ewig wohl, Berlin University Press
„Die Anschläge sollen radikale Hindus stärken“: Im ganzseitigen Interview erläutert Herman Kulke die wurzeln des Terrors, seine Hintermänner und Profiteure, zuletzt hat er das Buch Geschichte Indiens bei C.H.Beck veröffentlicht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Volker Reiche hat Art SpiegelmansBreakdowns – gerade neu erschienen – mit einem eigenen Comic beantwortet, der heute komplett im Feuilleton abgedruckt wird.
Die FAZ gratuliert T.C. Boyle mit „In den Fängen der Gene“ zum 60. Geburtstag. Antje Platthaus kommentiert seine (zwei) Blickwinkel auf die amerikanische Gesellschaft.
Bill Bryson hat Shakespeare, wie ich ihn sehe geschrieben (Goldmann). „Verlorene Liebesmüh“, findet die FAZ und empfiehlt dem Autor, sich auf sein Spezialgebiet, die Anekdote, zu besinnen.
„Sind es Schmerzen, sind es Freuden“ bespricht eine Inszenierung von Beethovens Fidelio in Paris, wo Martin Mosebach zur Verbesserung der deutschen Sprechtexte eingeladen wurde.
Neue Zürcher Zeitung
„Die Albträume der Wirklichkeit“ bezeichnet Paul Austers neuen Roman Mann im Dunkel als seine „düsterste“ Geschichte (Rowohlt).
Sonnenscheinpferd von der isländischen Autorin Steingunn Sigurdardóttir wird in „Die Stimmen toter Kinder“ (Rowohlt) als „grosser kleiner Roman“ bezeichnet, dessen herausstechende Qualität es sei, dass er die Tragikkomödien des Lebens so beiläufig festhalte, wie sie auch passieren.
„Narzisstische Störung“ sieht in Anton M. Fischers 800 Seiten starker Abhandlung Martin Heidegger –Der gottlose Priester. Psychogramm eines Denkers, erschienen bei Rüffer & Rub, ein Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag.
Und des gibt einen Nachruf auf die französische Schriftstellerin Béatrix Beck