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Heinold fragt: Wer war’s?

Lesen Sie aufmerksam folgenden Text und schicken Sie uns die richtige Lösung.

Seines 180. Todestages im gerade zu Ende gehenden Jahr hat die Branche ebenso wenig gedacht wie seines 250. Geburtstages vor sechs Jahren. Dabei war er einer der bedeutendsten Verleger seiner Zeit, eine treibende Kraft beim Kampf für die Rechte seines – also unseres – Berufsstandes sowie Verfasser einer der Grundschriften des deutschen Buchhandels.

Der Gesuchte wurde in Bremen geboren, erlernte den Buchhandel und machte sich 33-jährig als Buchhändler und Verleger, später auch als Drucker in der zentralen Stadt des deutschen Druck- und Verlagsgewerbes selbstständig. In Konkurrenz zu einem alteingesessenen schwäbischen Unternehmen wurde er zu einem der Verleger deutscher Klassiker.

An seinem Verlagssitz durfte er nur in Antiqua nach Didotschem Punktsystem drucken und siedelte deshalb seine Druckerei, später auch seinen Verlag, in eine benachbarte Kleinstadt um, in deren Nähe er einen Landsitz erworben hatte. Da er sein Ladengeschäft am ursprünglichen Verlagssitz beibehielt, stellte er einen später mit einem geradezu sprichwörtlichem Buch berühmt werdenden, der Aufklärung verpflichteten Autor als Leiter der Druckerei und Korrektor ein, den die Buchwissenschaft als den ersten deutschen Lektor ausgemacht hat.

Zehn Jahre nach dem Tode des Gesuchten verkauften seine Erben den Verlag an den Konkurrenten in Württemberg, der ihn ausbaute und nach 30 Jahren weiterverkaufte.

Einen Verlag mit dem Namen des Gesuchten gibt es schon lange nicht mehr, aber eine Buchreihe trägt ihn bis heute. Die letzte Neuerscheinung in dieser Reihe kam 1999 heraus. Im kommenden Jahr ist es 120 Jahre her, dass sie einer seiner Nachfolger begründete. Sie enthielt zunächst Schulausgaben deutscher Klassiker in guter Ausstattung zu einem günstigen Preis und entwickelte sich zu einem Kompendium der gesamten Wissenschaft und Technik.

Verlag und Reihe gingen vor 90 Jahren in einem großen Wissenschaftsverlag auf, der aus dem Zusammenschluss von fünf namhaften Verlagsunternehmen entstand. Der ehemalige Landsitz des Verlegers, Druckers und Buchhändlers beherbergt heute ein ihm gewidmetes Museum und seine ehemalige Druckerei am Markt der benachbarten Kleinstadt, zu der sein Anwesen heute gehört, wird unter dem Namen seines als Autor bekannt gewordenen Lektors als Veranstaltungsstätte genutzt.

Heinold fragt: Wie hieß der Drucker, Buchhändler und Verleger (zwei Vornamen und Familienname)?

Senden Sie die Lösung an: heinold@buchmarkt.de. Und bitte das Stichwort „Heinold fragt“ nicht vergessen. Einsendeschluss ist der 12.12.2008.

Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar:
Bücher und Buchhändler“ von Wolfgang E. Heinold, 5. neubearbeitete Auflage, 239 S., Bramann 2007.

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