
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Kito Lorenc erhält den Lessingpreis des Freistaates Sachsen, der Peter-Huchel-Preis geht an Gerhard Falkner. Sonst nix, denn natürlich braucht die Hessenwahl Platz.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Neue Wirtschaftsbücher
Philipp Krohn bespricht Ludwig von Mises’ Vorm Wert der besseren Ideen (Olzog) und Michaela Seiser rezensiert Andreas Salcher Der talentierte Schüler und seine Feinde (Ecowin).
Elmar Schenkel würdigt Edgar Allan Poe. marebuch hat Die Geschichte des Arthur Gordon Pym neu übersetzt und kommentiert.
Annotationen
Roberto Cotroneo Diese Liebe (Insel) und Im Atelier. Beiträge zur Poetik der Gegenwartsliteratur (Fruehwerk-Verlag)
Süddeutsche Zeitung
„Hinab in die Hölle, dem neuen zu“, so begrüßt die Süddeutschen nicht ihre Leser am Montag Morgen, sondern damit überschreibt sie ein Portrait von Edgar Allen Poe. Burkhard Müller stellt den Mann dar als einen, der „den Abgrund zu seiner zentralen Erzählfigur“ gemacht habe und zu ihr einen unwiderstehlichen Sog gespürt hat. „Poe mag dem Wahnsinn entronnen sein, dem Alkohol entging er nicht“, das Ende im Obdachlosenasyl steht in keinem Verhältnis zu der Größe der Texte, die er hinterlassen hat.
Die Neuübersetzung von Poes „Meisterwerk“ Die Geschichte des Arthur Gordon Pym aus Nantucketvon Hans Schmid im Marebuchverlag hat sich Tobias Lehmkuhl angesehen und überschreibt „Das Tekeli der Phantasie“. Sein Resümee: „Dies ist allerdings nur eine andere, kein bessere Übersetzung“. Unter anderem weist er auch auf die wiederveröffentlichte Gesamtübersetzung von Arno Schmid hin, die bei Suhrkamp erschienen ist.
„Tumbe Toren“: Auch das keine Leserbegrüßung, sondern die Überschrift zur Besichtigung der Ausstellung Die Sprache Deutsch im Deutschen Historischen Museum zu Berlin. Man fragt sich zurecht, ob man dort Goethes Gedichte in der Vitrine lesen soll. Das individuelle sei leicht zu feiern, aber eine kollektive Entwicklung darzustellen, ist schon schwieriger, hält Stephan Speicher den Machern zu Gute, und so seien von den kollektiven Entwicklungmomente seien zu viele nicht berücksichtigt.
Die Welt
Auch hier: Edgar Allan Poe zum 200. Hendrik Werner würdigt den „Poeten des Schreckens“.
Die Welt greift den Fall „Zeitzeugen“ auf [mehr…]: Der Freistaat Bayern will eine Sammlung faksimilierter NS-Zeitungen verbieten.