Vaternahm in Kassel ist insolvent, berichtet heute Gwendolyn Träger in der „HNA“. Noch gehe der Geschäftsbetrieb weiter, drei Monate sei Zeit für die Rettung, schreibt das Blatt.
„Das Unternehmen befindet sich in einer offensichtlich kritischen, aber nicht aussichtslosen Situation“, zitiert die „HNA“ Insolvenzverwalter Henning Jung von der Kanzlei Leonhardt, Westhelle und Partner. Vaternahm sei nicht in der Lage, seine Schulden zu zahlen. Nun werde eine Lösung gesucht und Gespräche angestrebt, heißt es auch der Kanzlei Leonardt,Westhell & Partner, die das vorläufige Insolvenzverfahren leitet.
Von der Insolvenz betroffen ist aber allein die Buchhandlung in der Kasseler Fußgängerzone. Die anderen Geschäfte in Vellmar und Göttingen sind rechtlich selbstständige GmbHs und haben mit der Insolvenz der Buchhandlung in der Kasseler Innenstadt nichts zu tun. Erst vor kurzem starb Hans-Arne Peters, der erst im Februar 2007 als Geschäftsführer angetreten war [mehr…]. Derzeit führt seine Witwe die Geschäfte.
Die 19 Mitarbeiter des Unternehmens, die noch bis Dezember vom Unternehmen selbst bezahlt werden konnten, wurden am Montag über die Insolvenzsituation und deren Folgen informiert.
Der Geschäftsbetrieb könne aber derzeit in vollem Gange fortgesetzt werden, sagt Jung. Das bedeute, dass durch die Regelung zum Insolvenzgeld die Agentur für Arbeit die Bezahlung der Mitarbeiter garantiere. Für drei Monate sei dies der Fall. „Diese Zeit bleibt uns wiederum, um Rettungsmaßnahmen für das Unternehmen zu ergreifen“, erklärt der Insolvenzverwalter.