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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und weiter Spekulationen um Suhrkamps Abwanderung an die Spree

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Zittern in Frankfurt: Die Abzugspläne von Autolobbyisten und Suhrkamp lösen Unruhe aus, berichtet Matthias Arning. Und Literaturhauschefin Maria Gazzetti: „Dann bekäme Frankfurt ein ganz großes Image-Problem.“ So sieht das auch Rainer Weiss: „Was Siegfried Unseld sagen würde, der Frankfurt sehr geliebt hat und Ehrenbürger der Stadt ist, kann man sich denken.“ Aber, wir wiederholen, was wir gestern an dieser Stelle sagten: Nix Genaues weiß man nicht. Freilich: 84% der Suhrkamp-Mitarbeiter votieren für Frankfurt. Man wird sehen, was das zählt, wenn das Unternehmen es ernst meint mit „Verschlankung durch Umzug“…

Erinnerungen des Frankfurters Eric Koch Die Braut im Zwielicht bei (Weidle): eine Odyssee durch Internierungslager in England und Kanada. Das war 1940. Heute lebt der 89-jährige Autor in Toronto.

Isabelle Graw brandmarkt die Celebrity-Kultur: In der große Preis. Kunst zwischen Markt und Celebrity Culture (DuMont).

Annotationen
Wiglaf Droste Kafkas Affe stampft den Blues (Reclam) und Mirjam Pressler Nathan und seine Kinder (Beltz & Gelberg).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Heinz Strunk hat einen neuen Roman geschrieben: Ist Fleckenteufel (Rowohlt) die männliche Antwort auf Charlottchens Feuchtgebiete? Fragt sich zumindest Tobias Rüther).

250. Geburtstag von Robert Burns. Robert Crawford hat zu diesen Anlass eine neue Biographie (The Bard) verfasst, die haben wir aber nicht rechtzeitig zum Jubiläum ins Deutsche gekriegt, weshalb man sich an die Originalausgabe bei Jonathan Cap halten muss.

Die Edition Büchergilde leitet eine Neuentdeckung Ota Pavels ein: mit dem Band Der Tod der schönen Rehböcke.

|Annotationen
Ray French Ab nach unten (dtv) und Alexander McCall Smith Schottische Katzen kennen den Weg (Blessing).

Gerhard Rode würdigt den verstobenen Breitkopf & Härtel-Verleger Gottfried Möckel [mehr…]

Süddeutsche Zeitung

Zwei Spalten über fast die ganze Seite widmet heute die Süddeutsche (nach der WELT gestern) der Spekulation, ob Suhrkamp nach Berlin ziehen soll oder nicht. Und weil man nichts weiß, mokiert man sich, der Verlag fördere das Umzugsgerücht, indem er es als Option behandelt. Und schließlich wird’s pathetisch: „Adorno und Paulskirche – Suhrkamp sei ein ‚Synonym für Frankfurt’“, werden Umzugskritiker zitiert.

„Euer Führer, unser Führer“: Unter dieser Überschrift wird das Buch Faschistische Diktaturen von Wolfgang Schieder (Wallstein) als „glänzende Untersuchung“ gelobt.

„Meine Mutter, meine Feindin“ überschreibt Franziska Augstein ihre Rezension zu Inneres Land von Maria Barbal (Transit) und bescheinigt der Autorin, dass ihr Kunstgriff insgesamt aufgeht, auch wenn das eine oder andere nicht einleuchte.

Mit „Thron der Herrlichkeit, Wonne des Erdenkreises“ ist die Hagia Sofia in Istanbul gemeint, die von Architekten seit Jahrhunderten studiert werde, nun hat Helge Senshon ein neues Buch mit dem pfiffigen Titel Einblicke in den virtuellen Himmel (Ernst Wasmuth Verlag) herausgegeben, das zwar „kein bibliophiles Meisterwerk“ geworden, aber immerhin ausgestattet „mit brillanten Abbildungen“ sei.

Annotiert werden zwei Gedichtbände: Unter „Innere Gespenster“ die Gedichte von Laura Pozzi, die unter Worte – Parole bei Wallstein erschienen sind
und „Jeder Vers ein Metallbolzen“ ist eine Besprechung zu dem Gedichtband Buch Vier von Dieter M. Grafs überschieben (Frankfurter Verlagsanstalt).

Die Welt

Liza Marklund ringt um Glaubwürdigkeit: Schon gestern berichtete die Presse, dass ihre angeblich wahre Geschichte teilweise erfunden sei. Nun ja.

Uwe Wittstock über die – wie sagt man es jetzt? – möglichen Umzugspläne von Suhrkamp: Jetzt gebe es Hinweise auf konkrete Verhandlungen. Aber unterm Strich erfahren wir auch nicht mehr als anderswo.

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