Kritik und Vorwürfen sieht sich Gunter Thielen, der Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, ausgesetzt angesichts einer Tagung

von Bertelsmann-Kritikern, die am letzten Wochenende in Gütersloh zusammengekommen war. Gegenüber der Neuen Westfälischen Zeitung setzte er sich zur Wehr.
Im Kern wird der Stiftung eine Verquickung mit der Bertelsmann AG vorgeworfen sowie deren Gemeinnützigkeit in Frage gestellt.
Dagegen Thielen: „Die Bertelsmann-Stiftung entspricht in ihrer Arbeitsweise und ihrem Aufbau dem geltenden Recht. Dies wird durch die entsprechenden Behörden, die Stiftungsaufsicht und das Finanzamt, regelmäßig geprüft.“ Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Die Bertelsmann-Stiftung arbeitet unabhängig von der Bertelsmann AG und ist parteipolitisch neutral.“
In einer Schlusserklärung der Tagung kündigten die Kritiker an, eine Expertise von unabhängigen Wissenschaftlern in Auftrag geben zu wollen, die die Gemeinnützigkeitskriterien von Stiftungen – und eben auch der Bertelsmann-Stiftung – überprüfen sollen.
Thielen gibt sich auf NW-Nachfrage Stellung gelassen: „Wir wollen und können niemanden daran hindern, eine solche Expertise in Auftrag zu geben. Das Ergebnis kann nur sein, dass die Bertelsmann-Stiftung sich rechtmäßig verhält.“ Darüber hinaus sei die Satzung der Stiftung öffentlich und für jeden einsehbar, sagt Thielen, der herausstellt: „Die Bertelsmann-Stiftung kann nur nach geltendem Recht arbeiten und tut das auch. Eine Überprüfung erfolgt regelmäßig.“