Der Dichter und Wortartist Günter Nehm ist am 11. Februar im Alter von 82 Jahren in Recklinghausen verstorben.
Nehm gilt unter Kennern als einer der wichtigsten humoristischen Dichter der Gegenwart. Als genialer Jongleur mit Worten und mit Reimen belebte er den Schüttelreim neu und verfasste im Stil von Morgenstern und Ringelnatz Unsinns-Gedichte sowie eine Parade von Palindromen. Zuletzt erschien von ihm im Fischer Taschenbuch Verlag der Band »Verspektiven« (2006), herausgegeben von Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer.
Günter Nehm, der 1926 in Wattenscheid geboren wurde, ist in Clausthal und Aachen aufgewachsen. Nach seinem Bergbaustudium mit Diplomabschluss war Nehm ab 1953 bei verschiedenen Bergwerksgesellschaften im Ruhrgebiet tätig, zuletzt als Leiter der Qualitätsstelle, bis er 1983 in den Ruhestand ging. Seit 1975 veröffentlichte er Gedichte.