
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Ärgerlich für Blumenbar: Olaf Kraemers Romy Schneider-Roman Ende einer Nacht [mehr…] bleibt geschwärzt. Die im Oktober ergangene EV wurde bestätigt.
Der Gesamtnachlass von Heinrich Böll ist nun im Historischen Archiv von Köln komplett unter einem Dach.
Johannes Schneider rezensiert Tobias Hülswitts Erzählungen Dinge bei Licht (Kiepenheuer & Witsch).
Dass das Kartellamt der FR jetzt eine saftige Strafe aufgebrummt hat (frühere FR-Besitzer hatten den Erwerb eines Anzeigenblättchens nicht beim Kartellamt angemeldet; der Vorgang ist inzwischen reichlich betagt), findet die natürlich falsch und hat Einspruch eingelegt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Auch hier die Romy Schneider-Affäre: „Das Mammerl war ein Nazi-Schatz“ – immerhin dieser Satz darf wieder in Kraemers Roman stehen.
Silja von Rauchhaupt rezensiert Mein Dorf. Das Elsass, wie es einstmals war von Hansi: ein Bilderbuch aus dem Jahre 1913 (Urachhaus).
„Der Tag nach dem Kindergeburtstag“: Morton Rhue hat bei Ravensburger den Roman Ghetto Kidz veröffentlicht.
Heute erscheint der letzte Band von Stephenie Meyers Vampirromanze. Tilman Spreckelsen darüber, ob es eine Neuauflage des Harry-Potter-Phänomens werden wird.
„Goethe kann uns keiner nehmen: Suhrkamp-Schock und Finanzkrise: Die Frankfurter Kultur trotzt den Tatsachen“ – so Michael Hierholzer und er erklärt, warum die Hessenmetropole so vergrätzt ist von den angekündigten Ortswechsel. Man ist tatsächlich so sauer in FFM, dass es nun kein Suhrkamp-Museum mit städtischen Mitteln geben soll.
Bilder und Zeiten
Hans Ulrich Gumbrecht berichtet, welche Rolle die hessische Provinzstadt Marburg im intellektuellen Leben Deutschlands spielte: Hier lernt Martin Heidegger in den 20erJahren Rudolf Karl Bultmann und Hannah Ahrendt kennen, hier schreibt er Sein und Zeit.
Zwei Seiten füllt Jonathan Franzen: „I just called to say I love you“ – der Schriftsteller das überall stattfindende Handygeplapper und wie sich der öffentliche Raum damit verändert.
Christoph Peters sei zwischen Bratwurst und Sushi groß in Form, findet Felicitas von Lovenberg. Nämlich in seinem neuen Roman Mitsukos Restaurant (Luchterhand).
Nicholas Boyle gelingt das Unmögliche, meint Alexander Kosenina – eine kleine und doch gerechte deutsche Literaturgeschichte (Kleine deutsche Literaturgeschichte bei C.H. Beck). Wie klein? 272 Seiten. Respekt!
David Gilmour (nein, nicht der Klampfer von Pink Floyd) hat mit Unser allerbestes Jahr einen „anmutigen Roman“ geschrieben (S. Fischer), findet Oliver Jungen).
Die Welt
Im Feuilleton schreibt Wieland Freund über Stephenie Meyer, und Uta Baier würdigt den großen HAP Grieshaber zum 100. Er hat sogar eine Briefmarke gekriegt.
Die Literarische Welt
Ein Auszug aus Wolfgang Sofskys Nachwort zur Neuausgabe seines Buches Verteidigung des Privaten (C.H. Beck) eröffnet die LW.
Uwe Wittstock schreibt über „Kehlmann und die Komik“.
Stewart O’Nan hält sich für den „Hellsten der Blödis“: Wieland Freund ist dem Autor begegnet, der gerade Alle, alle lieben dich (Rowohlt) am Start hat.
Taschenbücher der Woche: Tobias Dietrich Martin Luther King (UTB), Hans-Georg Schede Heinrich von Kleist (Rowohlt), Johannes Kunisch Friedrich der Große (dtv) und Andreas Eichhorn Felix Mendelssohn Bartholdy (C.H. Beck).
Buch der Woche: Patrick Desbois Der vergessene Holocaust (Berlin Verlag): Die Geschichte der Ermordung der ukrainischen Juden.
Inge Merkel erzählt in ihrem großen Roman Das große Spektakel (Manesse) von den letzten Dingen, findet Ruth Klüger.
Beeindruckend: Rose Issa Iranian Photography Now (Hatje Cantz).
Wilhelm Genazino suche Das Glück in glücksfernen Zeiten (Hanser) und schenkt es seinen Lesern, meint Hajo Steinert.
Tilman Krause ist beeindruckt von Mirko Bonnés Wie wir verschwinden (Schöffling).
„Hexenjadg im Idyll“: Klaus Modick in seinem neuen Roman Die Schatten der Ideen (Eichborn) über die Gefährlichkeit des amerikanischen Campus‘.
Annotationen
Christian Brandstätter München. Die große Zeit um 1900 (Brandstätter), Mythos Dionysos. Texte von Homer bis Thomas Mann (Reclam), Johann Christian Müller Meines Lebens Vorfälle & Neben-Umstände (Lehmstedt), Weimar. Literatur und Leben zur Zeit Goethes (Reclam), Frauke Meyer-Gosau Einmal muss das Fest ja kommen. Eine Reise zu Ingeborg Bachmann (C.H. Beck) und Ulrich Holbein Narratorium (Ammann).
Sachbücher
James Boswell Dr. Samuel Johnson – Hannes Stein findet die bei Diogenes erschienene Biographie “launig”.
Sylvia Böhmer Arthur Leipzig: Der Titel täuscht: Arthur Leipzig ist ein amerikanischer Fotograf, der von den 40er Jahren an in New York Straßenszenen festhielt(Prestel).
Zweimal Nurejew: Julie Kavanagh hat bei Propyläen das Riesen-Werk Nurejew. Die Biografie herausgebracht. Gleichzeit erschienen: Carlos Acosta Kein Weg zurück (Schott Music).
Annotationen
Egon Fridell Ausgewählte Essays (Diogenes), Inside. Das Staatsballett Berlin und Vladimir Malakhov (Schott) und aestetic fightess (Kirchbach).
Letzte Seite: Eine Würdigung von Heinz Ehrhardt zum 100. Rainer Moritz hat sie geschrieben. Und Rainer Berg und Nobert Klugmann haben bei Lappan den Band Heinz Ehrhardt vorgelegt. Bei Lappan gibt’s auch 3 Erhardt-Bände als Luxusausgabe: Klassisches, Satierliches, Besinnliches.
Das Buch fürs Ohr: Armin Rohde liest den Hotzenplotz (DAV).
Süddeutsche Zeitung
Titel: Salman Rushdie und die Fundamentalisten.
Jetzt endgültig ediert: Don Rosa Onkel Dagobert (Ehapa Comic Collection) – Lars Weisbrod rezensiert.
Theodor Heuss Bürger der Weimarer Republik. Briefe von 1918-1933 sind bei K.G. Saur erschienen. Kurt Kister hat sich den Band angesehen.
Tom Drury hat einen raffinierten Heimatroman geschrieben, findet Michael Angele: Der Traumjäger (Klett-Cotta).
„Wo Berlin abhandenkommt“: bei Annett Gröschners Parzelle Paradies. Berliner Geschichten (Edition Nautilus).
In der Wochenendbeilage schreibt Moritz Holfelder (Autor des bei Chr. Links erschienenen Buches Palast der Republik) über diesen „Palast“ – unter DDR-Bürgern als „Erichs Lampenladen“ oder „Palazzo protzo“ verspottet.







