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Wiglaf Droste ist 29. Stadtschreiber in Rheinsberg

Wiglaf Droste

Wiglaf Droste ist von März bis Juli der 29. Rheinsberger Stadtschreiber.

Droste gilt als einer der brillantesten, aber auch schärfsten satirischen Zeitkritiker unserer Tage. Er ist ein respektloser Polemiker, nichts Spießiges ist ihm heilig. Weil er Soldaten als „Waschbrettköpfe“ bezeichnete, verklagte ihn die Bundeswehr. In einem satirischen Roman schreckte er nicht davor zurück, verdiente und bärtige Bürgerrechtler des Volkes wie Wolfgang Thierse und Vera Lengsfeld meucheln zu lassen. Heiligkreuzkirchler aller Art sind seine bevorzugte Beute, seien es Päpste, Feministinnen oder Vertreter rot-grün karierter Kleinfamilien. In seinen Radiokolumnen und in der Zeitschrift „Häuptling Eigener Herd“ widmet sich Droste sprachlichen und kulinarischen Verbrechen und Genüssen. Seine feinen Ausschweifungen als Rezitator, Sänger und als Gastrosoph lassen einen differenzierten Geschmack erkennen.

Wiglaf Droste stammt aus Westfalen und lebt auf Reisen und in Leipzig. Für seine Kolumnendichtungen erhielt er unter anderem den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. In der Begründung der Jury hieß es: „Vergleiche zu Autoren wie Kurt Tucholsky sind angebracht und begründbar. Seine Satiren und Glossen sind sprachliche Kabinettstücke von hohem literarischen Rang.“

Das Rheinsberger Stadtschreiber-Stipendium wird seit 1995 jährlich an zwei renommierte Schriftsteller vergeben. Initiator und Träger des Projekts ist das Kurt Tucholsky Literaturmuseum, das Stipendium wird gefördert vom Land Brandenburg und vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Zu Gast waren bislang unter anderem Autoren wie Barbara Köhler, Wolfgang Hilbig, Judith Kuckart, Katja Lange-Müller, Gerhard Falkner, Brigitte Struzyk oder Uwe Kolbe.

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