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Caroline und Wilhelm von Humboldt

Eine Liebe im Konjunktiv:
Caroline und Wilhelm von Humboldt

Hazel Rosenstrauch, im Hintergrund eine
Zeichnung, die Caroline von Humboldt
mit Familie zeigt

Das Goethehaus in Frankfurt am Main hatte gestern Abend in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Stiftung Maecenia zu einem Vortrag im Rahmen der Reihe Königinnenwege, die sich der Karriere von Frauen widmet, eingeladen. Dr. Hazel Rosenstrauch hielt einen Vortrag über das Ehepaar Humboldt und damit eine für diese Zeit außergewöhnliche Verbindung.

Die Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Chefin des Goethemuseums, Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, begrüßte die Gäste und freute sich, die Königinnenwege, nunmehr in der IV. Auflage, wieder im Haus zu haben.
Dr. Eva Brinkmann to Broxten, Gründerin der Stiftung Maecenia, stellte die Autorin vor. Hazel Rosenstrauch studierte Germanistik, Philosophie und Soziologie und promovierte am Institut für Empirische Kulturwissenschaften der Universität Tübingen bei Hermann Bausinger über Buchhandelsmanufaktur und Aufklärung: Die Reformen des Buchhändlers und Verlegers Ph. E. Reich.
Von 1997 bis 2006 war sie Chefredakteurin der Zeitschrift Gegenworte.

Hazel Rosenstrauch charakterisierte die Zeit um 1788, als sich Caroline von Dacheröden und Wilhelm von Humboldt kennen lernten, als eine, in der es das Innere des Menschen als Neuland zu entdecken galt. In sieben Bänden liegen auf 3200 Seiten Briefe der beiden vor, die von gegenseitiger Achtung und Anerkennung, von der freiheitlichen Entwicklung beider berichten. Eine außergewöhnliche Beziehung in der damaligen Zeit.

In ihren Forschungen kommt Hazel Rosenstrauch zu dem Ergebnis, dass zunächst nur die Idee von Liebe vorhanden war, sich in Sprache formte. Diese Idee gestalteten Caroline und Wilhelm zunächst mit Worten aus und fühlten sich gegenseitig nicht nur darin verstanden, sondern auch angespornt. 1791 heirateten sie, die Ehe dauerte fast 40 Jahre und endete mit dem Tod von Caroline von Humboldt am 26. März 1829. Aus dem Konjunktiv ist in langen, nicht immer gemeinsam verbrachten Jahren Realität geworden.

Anfang Mai wir Hazel Rosenstrauchs Buch Wahlverwandt und ebenbürtig über Caroline und Wilhelm von Humboldt in der Anderen Bibliothek bei Eichborn erscheinen.

JF

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