Home > Umgeblättert > Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und viel über das Kölner Archiv

Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und viel über das Kölner Archiv

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Vom verlorenen Spiegelbild“: Katrin Hillgruber hat die drei Chamisso-Preisträger Artur Becker, Tzveta Sofronieva und Cecilia Barbetta interviewt.

Die Überführung der sterblichen Überreste von Jorge Luis Borges’ von Genf nach Argentinien ist wieder gescheitert. Ende einer hitzigen Debatte in Argentinien. Vorerst.

Und ein Großporträt von Heinz Strunk auf der letzten Seite. Christoph Schröder scheint mit „Fleckenteufel“ (Rowohlt) nicht viel anfangen zu können: „Das Allerschlimmste aber ist, offen gesagt, das Buch selbst.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Aufmacher auf S. 1: „Das Gedächtnis der Rheinlande – ausgelöscht?“ Und im Feuilleton-Aufmacher zeigt Andreas Rossmann, was der „Preis der U-Bahn“ sein könnte: „Das Historische Archiv der Stadt Köln galt lange als das Flaggschiff unter den Kommunalarchiven in Deutschland.“. Unsereins fragt sich ja nur naiv: Was lernen denn Statiker heute so in der Schule? Es soll ja noch andere Städte auf der Welt geben, die nicht durch U-Bahn-Schächte zum Einsturz gebracht werden.

Wolfgang Schneider rezensiert Alex CapusHimmelsstürmer (Knaus).

Hier herrscht Ausnahmezustand: Schriek von Jeff VanderMeer (Klett-Cotta) scheint etwas ganz Besonderes zu sein.

Annotationen
Oliver Kobold Keine schlechte Klausur. Wolfgang Koeppens „Treibhaus“ und das Stuttgarter Bunkerhotel (Spuren Heft 82).

Markus Breidenich Das Pochen der Echolote (Lyrik Edition).

Michael Lentz schreibt einen großen Nachruf auf Jörg Drews [mehr…].

Auch hier der Aufmacher auf S. 1 und im Feuilleton: „Forschung in Trümmern“: Bölls Schriften, Hans Mayers Nachlass, Paul Celan, Hans Bender, Albert Vigoleis Thelen, Rolf Dieter Brinkmann, Dieter Wellershoff, Vilém Flusser – um nur einmal die „Gegenwärtigen“ zu benennen. Oder besser: ein paar von ihnen. Insgesamt reden wir von 65.000 Urkunden, 104.000 Karten und einer halben Million Fotos. Mindestens.

Herbert Wiesner würdigt Jörg Drews, und eine von Drews letzten Rezensionen wird gleich daneben abgedruckt: „Ich gebe nicht nach. Über Werner Kraft und Wilhelm Lehmann“: Besprochen wir der bei Wallstein erschienene Briefwechsel und Meine Anstellung war lebenslänglich und hörte 1933 auf von Ulrich Breden (CW Niemeyer).

Christian Jostmann bespricht Volker Reinhardts Blutiger Karneval. Der Sacco die Roma 1527 (WBG).

Kleine Info von der „Super Illu“: Tellkamps Turm soll verfilmt werden.

Die Welt

„Churchill war schlecht. Roosevelt war schlecht. Hitler war auch schlecht, aber letzten Endes vielleicht nicht schlechter als Roosevelt und Churchill.“ Noch vor der Messe erscheint Nicholson Bakers „Weltkriegsroman“ Menschenrauch. Wie der Zweite Weltkrieg begann und die Zivilisation endete. Der Autor zeichne ein „pointillistisches Gemälde vom Zweiten Weltkrieg“, so der Rezensent Hannes Stein. Die Historikerin Anne Applebaum bemerkt zu den historischen Kenntnissen Bakers: „An seiner Forschungsarbeit ist nichts auszusetzen, denn abgesehen von einer Ansammlung von Anekdoten hat gar keine Forschungsarbeit stattgefunden.“

Ansonsten im Feuilleton: der Einsturz des Kölner Stadtarchivs, der Einsturz des Kölner Stadtarchivs und der Einsturz des Kölner Stadtarchivs …

Neue Zürcher Zeitung

„Das Leben aus der Möglichkeitsform“ beschreibt Klaus Merz in seiner Novelle Der Argentinier (Haymon-Verlag). „Diese fast ganz im Konjunktiv geschriebene Novelle ist denn auch eine schöne und bewegende Hommage an das Leben in und aus der Möglichkeitsform: das Lesen“, so Roman Bucheli.

In Das entfernte Ufer verarbeite der Amerikaner Matthew Eck seine Kriegserlebnisse, deutsch im Tropen-Verlag, so Carsten Hueck, der zwar kein Urteil fällt, aber sich beeindruckt zeigt. „Matthew Eck zeichnet das Gegenteil eines „smarten Krieges“. Da ist nichts cool, da geht nichts glatt. Bei ihm wird geschwitzt, gekotzt, gefickt und gestorben. Humanitäre Ziele lösen sich für die Soldaten im Kampf auf“, schreibt er unter „Wer stirbt zuerst?“

Annotiert wird unter
> „In Auschwitz“ Sima Vaisman: In Auschwitz. Das Protokoll einer jüdischen Ärztin nach der Befreiung., Lilienfeld-Verlag
> „Zwiespalt Emigration“ Julya Rabinowich: Spaltkopf, Edition Exil
> „Andersch anders“ Marcel Korolnik und Annette Korolnik-Andersch (Hg.): Sansibar ist überall. Alfred Andersch – seine Welt in Texten, Bildern, Dokumenten, Edition Text + Kritik. Richard-Boorberg-Verlag
> “Puccini – in Glorie” Michael Klonovsky: Der Schmerz der Schönheit. Über Giacomo Puccini., Berlin-Verlag

DIE ZEIT

Darin haben wir gestern schon vorgeblättert [mehr…]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bilderbuch-Rabatz am Rhein

Die Verlage Peter Hammer, Kindermann und Moritz waren im Kölner Literaturhaus zu Gast, um über ihr Programm und neue Projekte zu informieren. Jedes Jahr in einer anderen Stadt: Um Buchhändlerinnen

weiterlesen