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Heute: Was muss ich tun, um als Buchhändler gut vorbereitet zu sein?

Der Start der E-Book-Plattformen [Libri und Libreka sowie der Erstverkaufstag des Sony Readers stehen unmittelbar bevor. Im BUCHMARKT-Märzheft haben wir die wichtigsten Fragen schon beantwortet (Hier zum Heft), doch es gibt immer noch Info-Lücken. Deshalb täglich hier in den kommenden zwei Wochen Ralf Alkenbrechers E-Book-Ratgeber für Sortimenter. Heute:]

Was muss ich tun, um als Buchhändler gut vorbereitet zu sein?

A) Aufbau von Kompetenz in Ihrer Buchhandlung:

Das heißt, suchen Sie sich in Ihrer Buchhandlung ein oder zwei Mitarbeiter – mit einer Affinität für Technik, Computer, Neue Medien. Bei der Auswahl ist die Begeisterung für neue Medien wichtiger als Zugehörigkeit oder Position in Ihrem Unternehmen. Erweitern Sie deren Aufgabengebiet um das Thema „E-Book“, diese Kollegen sollten sich in den kommenden Tagen intensiv mit der aktuellen Entwicklung via Internet, Brancheninformationen, etc. befassen, so dass sie für fragende Kunden oder andere Mitarbeiter automatisch die richtigen Ansprechpartner sind ( = sich Kompetenz erwerben können).
Eine reine Ernennung reicht nicht, Sie müssen den Kollegen Zeit für das neue Aufgabengebiet geben und sollten in den Kauf eines Readers investieren – die Weitergabe des Geräts an den Mitarbeiter könnte schon die erste Motivation sein.

B) Wählen Sie die Geräte aus, die Sie aktiv verkaufen wollen
Erster Ansprechpartner ist Ihr Barsortiment – alle Barsortimente können Ihnen inzwischen eine Auswahl aus dem Bereich Reader anbieten. Und natürlich sollte Ihr Kompetenz-Kollege in der Buchhandlung befragt werden. Treffen Sie gemeinsam folgende Entscheidungen:
– wir bieten keine Geräte an
– wir beschränken uns auf eine Marke, ein Gerät
– wir wollen eine Vielfalt von Geräten anbieten
Eine Übersicht von relevanten Geräten finden
hier:

Gestern abend aber wurde bekannt, dass auch die MVB des Börsenvereins Geräte zu günstigen Konditionen liefern will [mehr…]

C) Entscheiden Sie, welche Plattform Sie Ihren Kunden empfehlen wollen bzw. welche Plattform Sie zur Versorgung Ihrer Kunden benutzen wollen.
Auch diese Entscheidung ist nicht ganz einfach (siehe die folgenden Kolumnen), aber ein paar Regeln lassen sich schon ableiten:

– es muss eine Plattform sein, die dem Käufer die Möglichkeit bietet, den Kauf virtuell über Ihre Buchhandlung abzuwickeln, sprich: Bestellt der Kunde dort, soll es auch „in Ihrer Kasse klingeln“.

– wiederum dürfte Ihre erste Möglichkeit beziehungsweise Ihr erster Ansprechpartner Ihr Barsortiment sein; vergleichen Sie deren Angebot mit dem der anderen Barsortimente.

– viel ist über libreka geschrieben worden, aber es ist die Plattform der Branche, die Kostenstruktur ist für Sie leicht nachvollziehbar und Ihre Teilnahme dort ist (momentan) kostenlos – Empfehlung: dabei sein!

– natürlich treffen Sie auch diese Entscheidung wiederum gemeinsam mit Ihren Kompetenz-Mitarbeitern

– Nichts spricht dagegen zum jetzigen Zeitpunkt mit 2 Distributions-Partnern zu arbeiten

D) Startinformation für aller Ihrer Mitarbeiter

Nachdem Sie diese wichtigen Entscheidungen getroffen haben, müssen Sie dafür sorgen, dass alle Ihre Mitarbeiter diese Grundentscheidungen kennen, einige Fragen selber beantworten können und sonst an Ihre Kompetenz-Kollegen verweisen; sprich eine kurze Einführung/Schulung (durch Ihre Kompetenzkollegen) ist angesagt.

E) Offensive Information Ihrer Kunden

Natürlich müssen Sie auch Ihren Kunden informieren (siehe kommende Kolumnen), aber vorweg schon einmal, denken Sie nach über:

– deutlicher, schriftlicher Hinweis(Plakat) in der Buchhandlung
– Anzeigenschaltung
– Gestalten Sie eine Schaufenster unter dem Motto „E-Book“
– Laden Sie Ihre kleinere, örtliche Tageszeitung zu einem Gespräch zum Thema „E-Book“ ein. Das Thema ist bei den Medien derzeit so begehrt, dass Ihnen eine Berichterstattung fast garantiert ist.

Noch Fragen? Mailen Sie an alkenbrecher@alkenbrecher.com. Ralf Alkenbrecher betreibt in München die Verlagsberatung@Digitale Medien

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