Home > News > Heute: Wie verhält es sich mit dem Kopierschutz – was muss ich beachten?

Heute: Wie verhält es sich mit dem Kopierschutz – was muss ich beachten?

Zum Start der E-Book-Plattformen [Libri und Libreka und zum Erstverkaufstag des Sony Readers haben wir im BUCHMARKT-Märzheft die wichtigsten Fragen schon beantwortet (Hier zum Heft), doch es gibt immer noch Info-Lücken. Deshalb täglich hier in diesen Wochen Ralf Alkenbrechers E-Book-Ratgeber für Sortimenter. Heute:]

Kopierschutz – was muss ich beachten?

Darüber wir heftig diskutiert: Neben der rechtlichen und wirtschaftlichen Situation hat der Kopierschutz auch direkte Auswirkungen auf Ihre Möglichkeiten des E-Book-Verkaufs.
Vorweg: es gibt prinzipiell drei mögliche Vorgehensweisen beim Kopierschutz.

a) Der Verlag verzichtet völlig auf jegliche Form von Kopierschutz
Das E-Book ist ohne Einschränkungen kopierbar und damit auch parallel von mehreren Lesern benutzbar, beziehungsweise auf deren Readern kopierbar.

b) Wasserzeichen
Der Verlag codiert beim Verkauf Daten des Käufers in das E-Book.
Findet sich dieses E-Book später bei einer illegalen Tauschbörse, lässt sich über das Wasserzeichen der ursprüngliche Käufer ermitteln. Ansonsten kann dieses E-Book ohne technische Probleme jederzeit in beliebiger Menge auf jeden Reader/PC kopiert werden.
Problem: dieses Verfahren ist technisch im Moment nur beim PDF-Format möglich.

c) DRM-Schutz
Hier wird das gekaufte E-Book im Moment des Kaufs über eine ID-Nummer mit einem bzw. mehreren Readern verknüpft und ist auf anderen Readern nicht lesbar.

Was bedeutet dies für Sie, für Ihren Verkauf von E-Books?

Kaufen Ihre Kunden direkt die E-Books über libreka, libri.de oder über eine Shoplösung, die Sie sich haben einrichten lassen, dann kümmern sich diese Anbieter um die Weitergabe der E-Books und setzen den Kopierschutz ein, den der Verlag vorgegeben hat.

Wollen Sie über ein Terminal oder über Ihren PC Ihren Kunden die Möglichkeit bieten, dass Sie oder Ihre Mitarbeiter die Daten herunterladen und auf den Readern des Kunden installieren, dann geht dies nach heutigem Stand der Technik nur bei nicht kopiergeschützen E-Books. Beim Verfahren Wasserzeichen würden Ihre Buchhandlungsdaten in das E-Book integriert und man würde Sie später als ehemaligen Käufer identifizieren. Für die Variante DRM muss auf dem PC des Käufers ein Programm installiert werden, das nur eine kleine Anzahl von Geräten als Codierbasis zulässt, das heißt, Sie könnten nur für wenige Kunden diesen Service anbieten.

Noch Fragen? Mailen Sie an alkenbrecher@alkenbrecher.com. Ralf Alkenbrecher betreibt in München die Verlagsberatung@Digitale Medien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert