
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Der Historiker Philip Blom untersucht Europa zwischen 1900-1914: Der taumelnde Kontinent bei Hanser. Ein imponierender Wurf, findet Angela Gutzeit.
Den Tübinger Hölderlinpreis erhält Eberhard Sattler für die Herausgabe der Frankfurter Hölderlin-Ausgabe bei Stroemfeld.
Der Berliner Autor und Regisseur Paul Plamper erhält den Hörspielpreis der Kriegsblinden für sein Hörspiel Ruhe 1.
Die Welt
Tilman Krause beschwört die „Frieden stiftende Kraft des Buches“ und ist mit den Entscheidungen der Jury des Preises der Leipziger Buchmesse sehr einverstanden.
Eckhard Fuhr geht das genauso mit dem Gewinner des „Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung“, den der Historiker Karl Schlögel bekommen hat.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Bei Matthes & Seitz ist der Roman Letzte Haut von Volker Harry Altwasser erschienen. Altwasser lehnt darin seine Hauptfigur an einen „SS-Richter“ und hält sich eng an dessen Lebensgeschichte. Kolja Mensing findet, der Roman „wirke über weite Strecken wie eine geschmacklose Parodie auf den Holocaust. Es sei ein gründlich misslungenes Buch, und das Problem sei, dass man es wegen der Brisanz des Stoffes auch noch ernst nehmen muss“.
Alexa Henning von Lange mit ihrem Buch Peace (Dumont Buchverlag): „im Gegensatz zu Roches Feuchtgebieten eine Fremdschämveranstaltung und die zehntausendste Achtundsechziger-Abrechnung“.
Außerdem zu Messe:
Im Leipziger Centraltheater wurde ein Abend ganz der menschlichen Stimme gewidmet. Der vom Schriftsteller Michael Lentz konzipierte und moderierte Abend bot den Zuschauern Spektakuläres. Herbert Grönemeyer war als Gedichtrezitator angekündigt, eingerahmt von internationalen Vertretern der Sprechkunst. Richard Kämmerlings hat die Veranstaltung besucht: „Was die menschliche Stimme vermag, ist unvorstellbar. Die Stille danach aber hat auch ihren Sinn.“
Süddeutsche Zeitung
Gerhard Gnauck schreibt in Wolke und Weide über Marcel Reich-Ranickis Jahre in Polen. Franziska Augstein hat das bei Klett-Cotta erschienene Buch gelesen: „Vorwürfe, Reich-Ranicki habe für den Sicherheitsdienst gearbeitet, bleiben vage und unbelegbar.“ Und weiter: „Wäre die Detektivarbeit in den Archiven ergiebiger gewesen, hätte sie so etwas wie einen biographischen Thriller ergeben. Stattdessen wird der Leser von einer Sackgasse in die nächste geführt.“
Und Andreas Bernard beklagt sich in „die Auflösung der Ordnung“ über die großen Buchhandlungen, bei denen es im Internetzeitalter nicht mehr um die Präsentation eines klar gegliederten Sortiments geht, sondern um die Erlebniswelt Buch, die Erzeugung einer Atmosphäre. Und diese Erlebniswelt kreist zunehmendst nur noch um die Bestsellertitel.







