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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und die FAZ schaut Google auf die Finger

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

90 Jahre Bauhaus – Die Rundschau macht damit auf. Und außer dem Nationalpreisen der deutschen Nationalstiftung an Erich Loest, Monika Maron und Uwe Tellkamp gibt es heute weiter nichts für uns.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Hannes Hintermeier schaut Google auf die Finger: Das ist das Teuflische an diesem Plan. Denn es gehe schlicht um die größte Enteignung geistigen Eigentums. Die bislang beste Zusammenfassung des Szenarios, die in der Presse zu lesen war.

Fritz J. Raddatz und Rilke: In seiner bei Arche erschienenen Biographie Rilke. Überzähliges Dasein erweise er sich wieder einmal als der Turbo unter den deutschsprachigen Essayisten, meint Walter Hinck.

Kolja Mensing rezensiert Stefan Mühldorfers Tagsüber dieses strahlende Blau} (dtv).

Annotationen
Theodor Fontane Grete Minde. Unterm Birnbaum (Fischer Tb.) und Gunnar Decker Der Stachel Romantik in Sinn und Form Heft 1/2009.

Joachim Kaiser gibt seinen Vorlass nach Marbach.

Birgit Pauls rezensiert John Dickies Delizia! Die Italiener und ihre Küche (S. Fischer) – ein ungewöhnliches Buch über Rezepte und ihre Geschichte.

Andreas und Stephan Lebert Der Ernst des Lebens. Und was man dagegen tun muss (S. Fischer). Ernst Horst hat’s gelesen: „Klüger wird man davon nicht.“

Süddeutsche Zeitung

„Zehnmal schlimmer als in Weimar“ sind die Verluste in Köln als in Weimar nach dem Brand der Anna Amalia Bibliothek, befürchtet Michael Knoche.

„Beiwerk“ ist T. C. Boyles Roman Die Frauen (Hanser) über den Architekten Frank Lloyd Wright findet Gerhard Matzig. Ein Werk sei es nämlich nicht.

Dafür ist T. J. Englishs Sachbuch Havanna Nocturne. How the Mob Owned Cuba – And Then Lost It to the Revolution (William Morrow) über das Cuba am Vorabend der Revolution angeblich spannend wie ein Thriller.

Haben Sie schon mal Foucault gelesen? Und verstanden? Philipp Sarasin stellt in seiner Arbeit Darwin und Foucault (Suhrkamp) Foucault diskurshistorisch in eine Linie mit Darwin. Das soll „ansonsten dunkle Passagen bei Foucault“ erhellen, wenn man sie „von Darwin aus beleuchtet.“ Also Foucault nochmal versuchen?

Träume sind mir nicht genug. Was jetzt geschehen muss, erklärt Renate Künast im Gespräch mit Cathrin Kahlweit bei Herder.

Und Caius Dobrescu kriegt 15.500 Euro für seinen Band Ode an die freie Unternehmung (Edition Thanhäuser). Und dazu den Preis für Europäische Poesie.

Die Welt

Monika Maron, Erich Loest und Uwe Tellkamp erhalten den Deutschen Nationalpreis. Dotiert mit 20.000 Euro…

Der Schriftsteller Marko Martin reist regelmäßig durch Lateinamerika. Zuletzt war er in El Salvador, wo ein „lauwarmer“ Sozialdemokrat gerade einen Wandel verspricht. Europa bekommt‘s nur nicht mit…

Neue Zürcher Zeitung

„Traum- und andere Frauen“ finden sich in der illustrierten Anthologie Frauen, die wir liebten versammelt. Herausgeber Freddy Langer hat 63 Männer nach – inzwischen eher verblichenen – Filmdiven befragt, die sie heimlich verehrten, das alles im Elisabeth-Sandmann-Verlag.

„Am Anfang der Neuzeit“, die begann nach Alois M. Haas mit Nikolaus von Kues, so Haas jedenfalls in seinem Buch . . . das Letzte unserer Sehnsüchte erlangen´. Nikolaus von Kues als Mystiker, erschienen im Trierer Cusanus Lecture.

In China sei das Buch ein Mega-Bestseller: Jiang Rongs Roman Der Zorn der Wölfe (Goldmann). „Die 700 Seiten des Romans sind meist spannend, passagenweise geradezu atemberaubend erzählt, symbolstark und bilderreich…. Problematischer noch wird der Roman, wo er, quasi mit Nietzsche im Rücken, die Triumphe einer grausamen Natur feiert“, findet Ludger Lütkehaus unter der Überschrift „Auf schmalem Grat“.

Kurzbesprechungen:

„Karmiina aus dem Kellerloch“: Tuuve Aro: Karmiina K.: Ich bin okay, Verlag Kookbooks
„Kleine serbische Pornografie“: Vladan Matijević: Die Abenteuer der Mieze A. Ein Roman in 76 Kapiteln, Verlag Schirmer Graf
„Trödelladen der Gefühle“: Hiromi Kawakami: Herr Nakano und die Frauen, Verlag Carl Hanser
„Walsers Segen“: Robert-Walser-Stiftung (Hrsg.): Was aus mir wurde. Ce que je devenais, Editions a plus trois

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