
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Harry Nutt: „Mit seinem aufgeschlossenen Konservatismus war er zu früh dran“. Gemeint ist Golo Mann, der heute 100 Jahre alt geworden wäre. Von Tilmann Lahme gibt es bei S. Fischer DIE Biographie zu Mann.
Literaturpreise: der Speyerer Literaturpreis geht an Monika Rink, der Lew Kopelew Preis an Siegfried Lenz.
Enzo Traverso auf der Suche nach dem europäischen Bürgerkrieg: Ralf Hanselle rezensiert das bei Siedler erschienene Buch Im Bann der Gewalt.
Katrin Hillgruber rezensiert Julia Schoch Mit der Geschwindigkeit des Sommers (Piper).
Dieter von Holtzbrinck kauft seinem Halbbruder Stefan die überregionalen Zeitungen ab [mehr…] – die Konkurrenz registriert’s erst mal gelassen: „Jetzt kehrt der 67-Jährige wieder ins Tagesgeschäft zurück – ob mit mehr Fortüne, muss die Zeit erweisen.“ Dafür bietet das Time Magazine jetzt eine Zeitschrift nach Wunsch.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Cher ami… – Marcel Proust im Spiegel seiner Korrespondenz – die Ausstellung ist im Literaturhaus München gerade gestartet (im September kommt sie nach Köln). Snoeck hat das Begleitbuch gemacht.
„Wenn Buchhändlerinnen vom Bogenschießen träumen“: Martin Halter rezensiert Friedmar Apels neuen Roman Nanettes Gedächtnis (Suhrkamp) – eine „mythologische Schnitzeljagd“. Klingt irgendwie spannend.
Stephan Puchner hat mit Nebelheim einen historischen Roman vorgelegt (Hoffmann und Campe) – Thomas Scholz rezensiert.
Annotationen
Tobias Rapp Lost and Sound (Suhrkamp) und Kirsten Fuchs, Volker Strübing Nicht der Süden (Voland & Quist).
Auch hier: der gestrige Holtzbrinck-Deal.
Süddeutsche Zeitung
Willi Winkler hat sich im ZDF den Krupp-Film angetan und dabei Interessantes wiederentdeckt: nämlich die Geschichte, wie Krupp dazumal Rowohlt erpressen wollte, die Veröffentlichung von Hochhuts Stellvertreter zu verhindern. Die Druckfahnen soll wohl kein Geringerer als Henri Nannen beschafft haben. Rowohlt aber hat sich nicht erpressen lassen…
„Der wertvollste Dreckhaufen der Welt“ – das ist das eingestürzte Stadtarchiv in Köln. Alex Rühle erinnert an einige der vielen Nachlässe, die nicht in die Schlagzeilen der Presse gelangt sind.
Eine ganze Seite für Golo Mann – von Gustav Seibt. Und Ausführliches zum Holtzbrinck Deal.
Die Welt
„In Frankreich gibt es drei Mächte: die Bank, die Kommunistische Partei und die NRF“, wußte Otto Abetz 1940. Weshalb die Nazis rasch dafür sorgten, dass die Zeitschrift für Literatur und Kritik Frankreichs, schnell auf Linie gebracht wurde. Gegründet u.a. von André Gide im Jahr 1909 beherbergt sie – mit einer Unterbrechung zwischen 1944 und 1953 – seit hundert Jahren die große Literatur Frankreichs.
Neue Zürcher Zeitung
„Bollywood ist die letzte Kunstform ohne Ironie“, so Autor Aravind Adiga über Indiens Kulturexport und die Schwierigkeiten des sozialen Wandels im Interview. Sein Buch Der weiße Tiger bei C.H.Beck hat ihn zum Inernationalen Star gemacht.
Auch hier wird an Golo Mann gedacht und „Ein vrschwenderischer Historiker“ getitelt, der mehr gewesen sei als der Sohn seines Vaters. Hingewiesen wird auf die Biogafie Golo Mann von Tilmann Lahme bei S.Fischer.
Und Fernseh-Tipp für heute Abend:
René Zeyer, Autor des Schweizer Bestsellers Bank, Banker, Bankrott (Orell Füssli)ist heute von 21.45 – 23.10 Uhr u.a. zusammen mit Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki zu Gast bei beim Kölner Treff im WDR. http://www.wdr.de/tv/koelner_treff/