Die anhaltenden Auftragsflaute zwingt die Druckindustrie in die Knie: Laut Financial Times Deutschland (FTD) baut Heidelberger Druck mit 2500 Stellen doppelt so viele ab als bisher geplant. Gleichzeitig hat Europas größter Tiefdruckkonzern Prinovis, Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann gestern für 1300 Mitarbeiter an den Standorten Itzehoe und Ahrensburg Kurzarbeit angemeldet, heißt es im Handelsblatt.
Um die Zahl der Mitarbeiter bei Heidelberger Druck um weitere 2500 zu senken, sollen erstmals auch Kündigungen ausgesprochen werden. Die Einsparungen sollen von bislang 200 Mio. auf 400 Mio. Euro bis zum Geschäftsjahr 2010/11 verdoppelt werden. Zunächst dürfte der Abbau von insgesamt 5000 Stellen allerdings 170 Mio. bis 190 Mio. Euro kosten. Hier können Sie weiterlesen
Prinovis mit einem Umsatz von zuletzt rund einer Milliarde Euro wurde 2005 vom damaligen Bertelsmann-Chef und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Gunter Thielen und dem damaligen Arvato-Chef Hartmut Ostrowski gegründet. Die geplante Umsatzrendite von acht Prozent sei bislang kein einziges Mal erreicht worden, heißt es in dem Handelsblatt-Bericht.







