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Tina Jürgens wechselt als Leiterin des Geschäftsfeldes Neue Produkte von der SZ zur Welt-Gruppe

Tina Jürgens

Mit der Cinemathek hat die Süddeutsche Zeitung in den vergangenen Jahren die DVD in weiten Teilen des deutschen Buchhandels etabliert. Neben Dirk Rumberg und Klaus Füreder, die inzwischen beide die Süddeutsche längst verlassen haben, stand für dieses Projekt vor allem die Produktmanagerin Tina Jürgens (30, Foto). Auch sie hat nun der SZ den Rücken gekehrt.

Das allerdings nicht in Richtung DVD-Branche, aus der sie eine Reihe von Angeboten hatte, sondern nach Berlin, wo sie zum 1. Mai die Verantwortung für den Bereich Merchandising der Welt-Gruppe übernimmt.

Die in Rostock geborene studierte Filmwissenschaftlerin sammelte nach und neben der Universität ihre erste Berufserfahrung im Berliner Hörbuch-Verlag DAV. Anschließend war sie seit Anfang 2005 für vier Jahre bei der Süddeutschen. Schon dort wurde ihr Talent erkannt und sie auch im Führungsnachwuchsprogramm des Verlages gefördert.

Eine Führungsaufgabe fand sich dort gleichwohl für sie offensichtlich nicht, wovon nun die Welt profitiert, in der mit Blick auf ihre Zusatzprodukte künftig ein gehöriges Maß an SZ-Erfahrung steckt: Sprecher der Geschäftsführung dort ist ja Ex-SZ-Verlagsleiter Jan Bayer, der (wie im April-Heft ausführlich berichtet), gemeinsam mit seinem Berater Dirk Rumberg, dem Erfinder der SZ-Bibliothek und der Redaktion die 25-bändige Literatur Edition mit deutschsprachigen Autoren der letzten sechs Jahrzehnte ausgeheckt hat, die am 22. Mai auf den Markt kommt.

Die Verpflichtung von Tina Jürgens lässt nun aufhorchen und vermuten, dass diese Edition keine Eintagsfliege bleiben wird, sondern die Welt-Gruppe plant, hier ein Segment zu etablieren, in dem die redaktionelle Empfehlungskompetenz nutzend, weitere Produkte auf den Markt gebracht werden. Dass dabei auch Filme und wohl auch Hörbücher sein werden, ist für jeden, der die neue Leiterin dieses Bereiches kennt eine ziemlich ausgemachte Sache.

Die 30jährige hat sich in ihren vier Jahren bei der SZ Ansehen und Respekt als kompetente Gesprächspartnerin sowohl in der Kino- und Feuilletonredaktion erworben, als auch Insiderkenntnisse über Blattplanung und das Handwerkszeug von Marketing- bis zur Businessplanung. Mit den großen und kleinen Playern der DVD-Branche hat sie über Lizenzrechte verhandelt und dabei die Tücken deutscher Rechtsabteilungen und amerikanischer Mutterkonzerne kennengelernt. Sie geht gut vorbereitet an ihre neue Aufgabe und man darf gespannt sein, was in den nächsten Jahren aus der Produkt- und Ideenschmiede an der Rudi-Dutschke-Straße so alles entstehen wird.

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