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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Frankreichs Künstler protestieren gegen Raubkopierer

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

150. Todestag von Alexander von HumboldtArno Widman listet auf was, was der Markt hergibt bei Insel, S. Fischer und Rowohlt.

14. bis 17. Mai in Görlitz: das deutsche PEN-Zentrum trifft sich zur Jahrestagung.

Wer prominent ist und Bundespräsi werden will, darf vor der Wahl nicht im Fernsehen rumtanzen: Peter Sodann ist sogar aus der Ki.Ka-Serie gestrichen worden, und auch alte „Tatörter“ dürfen bis zur Wahl nicht wiederholt werden. Für Frau Schwan allerdings gilt das nicht – selbst der ARD-Chef erinnert keinen Fall, dass sie irgendwie ausgeladen worden wäre. Tja, manche sind eben gleicher als gleich…

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Wettbewerb ist ein Gebot der Nächstenliebe“: So sagt es uns heute wenigstens Martin Walser im Feuilleton-Aufmacher.

„Terror auf allen Kanälen“: So geht’s zu in Glyn Maxwells Roamn Das Mädchen, das sterben sollte (Kunstmann).

Passend dazu: Klaus-Jürgen Gründ hat bei Aufbau ein Buch über Angst. Vom Nutzen eines gefürchteten Gefühls vorgelegt.

Und Heiner Geißler ist bei Kiepenheuer & Witsch in Ou topos auf der „Suche nach dem Ort, den es geben müsste“.

Prominente linke Künstler in Frankreich haben die Nase voll und protestieren lauthals gegen die Raubkopiererei – pikant: Ihre eigenen Genossen haben das Gesetzt gegen Raubkopierer im Parlament zu Fall gebracht. Wieder mal bewährt-historische Einigkeit bei Genossens…

Die Welt

Kleiner Nachtrag zu gestern [mehr…]: Coldplay kriegt Stress mit Cat Stevens (der sich jetzt nur noch Yussuf nennt): Wir wollten hören, was an dem Vorwurf dran ist, dass die Coldplayer Viva La Vida aus Stevens Foreigner Suite geklaut haben, werden uns dazu aber nicht juristisch verwertbar äußern, anempfehlen jedoch, den etwas überlangen Stevens-Song ab Minute 14:38 zu hören – sehr intensiv muss es nicht sein…

Ansonsten nur ein kleiner Buch-Tipp: Daniel J. Levitin: Der Musik-Instinkt, Spektrum

Süddeutsche Zeitung

Alles dreht sich um Alexander von Humboldt: Eine „Leseanleitung“ ist Ottmar Ettes Alexander von Humboldt und die Globalisierung. Das Mobile des Wissens bei Insel. Ette hat auch das Nachwort zu Alexander von Humboldts Entdeckung der Neuen Welt in der Neuübersetzung von Julius Ludwig Ideler geschrieben (ebenfalls Insel).

David Motadel zerpflückt Ernst Noltes Die dritte radikale Widerstandsbewegung: Der Islamismus beim Landtverlag: „Bedauerlich, dass es sich in Absurditäten verliert.“

Und auch Jutta Person hatte wenig Vergnügen bei ihrer Lektüre. Literarisch einfallslos fand sie Alexa Hennig von Langes Peace bei DuMont.

Neue Zürcher Zeitung

Lothar Gall zeichnet seinen Protagonisten in Walther Rathenau. Portrait einer Epoche bei Beck als „Schwankenden …, als staunenswertes Produkt einer ebenso staunenswerten, weil so erneuerungssüchtigen wie erneuerungsbedürftigen Zeit“.

Pointierte Urteile und Einsichten bietet David Marsh in Der Euro. Die geheime Geschichte der neuen Weltwährung bei T.-Murmann

Wer noch mehr Wirtschaft und Politik möchte:
Milène Wegmann: Der Einfluss des Neoliberalismus auf das Europäische Wettbewerbsrecht 1946–1965. Von den Wirtschaftswissenschaften zur Politik, Nomos
Wilhelm Röpke: Marktwirtschaft ist nicht genug. Gesammelte Aufsätze, Manuscriptum-Verlagsbuchhandlung

Finanzpolitik angewandt: Magnus Staehler: 1-2-3 schuldenfrei. Wie Langenfeld aus Amtsschimmeln Rennpferde machte – die Erfolgsformel zur Sanierung städtischer Finanzen, Linde-Verlag

Und Worthülsen angewandt: Christoph Moss: Deutsch für Manager, Verlag Frankfurter Allgemeine Buch

Junge Zielgruppe:

„Ein süffiger Abenteuerroman“ soll Watt Keys Alabama Moon sein, aber der Umsetzung mangelt es laut Rezensent an Konsequenz. Dressler

Schräge Einfälle hat Burkhard Spinnen in Müller hoch Drei bei Schöffling. Aber zu viele, weshalb Andrea Lüthi nicht ganz überzeugt ist.

Um den Glauben, dass das Erzählen helfen kann, geht es in Marianne Musgroves Jules Traumzauberbaum bei Beltz & Gelberg, ab 8

Der Comic-Künstler ATAK erzählt von seinem Bilderbuch Verrückte Welt, (Jacoby & Stuart), ab 4

In eine Marktlücke stösst Klett mit der Reihe Die wilden Zwerge. Bücher fürs erste Lesealter, die nicht langweilig betulich daherkommen: Meyer, Lehmann, Schulze: Die wilden Zwerge:
Tschüss, kleiner Piepsi
Mara muss mal
Der Kochtag
Der Neue

Kurztipps:

Erich Kästner, Walter Trier (Illustration): Das tonners Telefon. Verzellt vom Lorenz Pauli, Mupf-Verlag, ab 5
Franz Hohler, Nikolaus Heidelbach (Illustration): Das grosse Buch. Geschichten für Kinder., Carl Hanser, ab 6
Miguel de Cervantes: Don Quijote, nacherzählt von Martin Jenkins, Sauerländer, ab 8

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