Home > Veranstaltungen > Bertram Pfister zum laufenden Libri.Campus

Bertram Pfister zum laufenden Libri.Campus

Der 7. LibriCampus besteht wie seit Jahren aus vier Einzel-Veranstaltungen, jede dauert zwei Tage. Heute beginnt der zweite Durchgang. Es ist die einzige Fortbildungsveranstaltung eines Zwischenbuchhändlers mit diesem „Kongress“-Charakter. Üner Ziele und Konzept des Campus Fragen an Bertram Pfister, Vertriebsleiter bei Libri:

Der Libri.Campus findet in diesem Jahr bereits zum siebten Mal mit ca. 400 Buchhändlern statt. Waren Sie überrascht über die hohe Zahl der Anmeldungen in diesem Jahr, in dem andere Fortbildungen oft mangels Teilnehmer abgesagt werden müssen?

Fortbildung mit „Kongress-Feeling“:
Bertram Pfister (r.)
mit Arnd Roszinsky-Terjung (m.) und Dr. Andreas Meyer

Bertram Pfister: Auch in diesem Jahr war unser Libri.Campus bereits wenige Tage nach Aussendung der Einladungen ausgebucht. Es freut uns jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig und wertvoll der Libri.Campus für unsere Kunden und damit für den inhabergeführten Buchhandel ist. Viele Kunden besuchen den Libri.Campus regelmäßig. Das sehen wir als gutes Zeichen. Denn es ist doch ganz einfach: Weiterbildungsveranstaltungen werden dann besucht, wenn sich die investierte Zeit lohnt.

Der Libri.Campus hat Schule gemacht, inzwischen bieten auch andere Zwischenbuchhändler Schulungen an. Wodurch unterscheiden sich Ihre Konferenzen?

Es ist die Summe vieler Einzelheiten, die den Libri.Campus so einzigartig und erfolgreich machen: Hochkarätige Referenten aus der Wissenschaft stellen ihre Thesen vor. Erfolgreiche Praktiker geben Einblick in ihre Konzepte. Beides ergänzt sich auf ideale Weise. Die Vorträge stehen unter einem zentralen Thema. Aufbauend auf den Vorträgen erarbeiten die Teilnehmer in Workshops im Anschluss selbst Ideen, die in der buchhändlerischen Praxis auch wirklich umsetzbar sind.

Wir merken aber auch: Einmalig macht den Libri.Campus aber auch seine besondere Atmosphäre.

Ja. Viele unserer Kunden schätzen es, für zwei Tage Abstand zum Alltag zu gewinnen und über den Tellerrand zu sehen. In der aufgeschlossenen, kollegialen Stimmung kommt man dann leicht mit anderen Buchhändlern ins Gespräch. Dieser unkomplizierte Austausch – zwischen den einzelnen Programmpunkten und insbesondere am Abend – wird von vielen unserer Besucher hochgeschätzt.

Dann sollte man aber, wenn wir schon beim Werbeblock sind, auch die Arbeit hinter den Kulissen mal erwähnen.

Das wollte ich gerade sagen: Nicht zuletzt rührt die Attraktivität des Libri.Campus aus der professionellen Betreuung der Veranstaltungen, die das Buchmarkt-Forum (Arnd Roszinsky-Terjung und Dr. Andreas Meyer) seit nunmehr sieben Jahren für uns realisiert – mit immer neuen Konzeptideen.

Was ist der Benefit der Teilnehmer, was für Feedback erhalten Sie? Werden Campus-Ideen umgesetzt?

Gerade eben habe ich eine Teilnehmerin begrüßt, die mir erzählte, dass sie gleich am Montag morgen um 8 Uhr ihre Mitarbeiter um sich versammeln wird, um ihnen von ihren neuen Erkenntnissen aus dem Libri.Campus zu berichten. Dabei machen wir es den Besuchern leicht: Die Unterlagen sind beispielsweise so aufbereitet, dass sie im Teamgespräch eingesetzt werden können.

Was ist das Rezept?

Das Rezept, warum tatsächlich Dinge von den Teilnehmern übernommen werden , ist mit Sicherheit, dass die Ideen gemeinsam entwickelt werden und damit praxisnah und leicht umsetzbar sind. Eine großartige Bestätigung ist, dass wir in diesem Jahr zwei Referenten gewinnen konnten, die in der Vergangenheit selbst regelmäßig den Libri.Campus besucht haben und daraus viele Anregungen übernommen haben. So stellen Bernhard Schäfer aus Bad Wildungen und Fritz Reinhardt aus Grünberg ihre erfolgreichen Konzepte vor.

Warum übrigens steht diesmal beim LibriCampus unter dem Motto „Konsequent und lustvoll sortieren“ das Thema Einkauf im Fokus?

Seminare für den buchhändlerischen Einkauf gibt es viele. Es gibt kaum einen Buchhändler, der zu diesem Thema nicht schon einmal professionellen Rat bekommen hat. Meist geht es in diesen Seminaren um betriebswirtschaftliche Aspekte des Einkaufs. Die Unsicherheit im Sortieren ist bei vielen Buchhändlern aber unverändert groß.

Angesichts der Titelflut ist dies auch nicht verwunderlich.

Ein unscharfes Sortiment kann aber fatal sein, weil Kunden mit wenigen Blicken über das Angebot, welches sie vorfinden, Ihr Urteil fällen. In den meisten Fällten wird dieses Urteil eher unbewusst gebildet. Für den Sortimenter ist es sehr hilfreich, wenn er die Mechanismen, die dahinter stecken, kennt. Es kommt somit darauf an, treffsicher Titel im Hinblick auf die Kundschaft zu beurteilen. Den theoretischen Hintergrund liefern in diesem Jahr Marktforschungs-Experten von Sinus-Sociovision

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige