Auf News aktuell hat Michael Hansen, CEO der Health Sciences Division von Elsevier jetzt Stellung zu Vorwürfen genommen, wonach die australische Zweigstelle des Verlages bei der Veröffentlichung gesponserter Fachzeitschriften zwischen 2000 und 2005 als unabhängige ausgegeben haben soll.
Die Gesponsorten Sammelbände „waren so gestaltet, dass sie aussahen wie Fachzeitschriften; eine entsprechende Offenlegung fehlte jedoch. Es handelt sich bei diesem Vorgang um eine inakzeptable Praxis und wir bedauern, dass es dazu kommen konnte“, so Hansen. In seiner Pressemitteilung kündigt er interne Untersuchungen an ist aber der Meinung dass es sich dabei „schon länger zurückliegende Praxis“ handele.
Er versichert: „Die Personen, die an dem betreffenden Projekt mitgearbeitet haben, haben unser Unternehmen bereits seit Langem verlassen“ und ergänzt: „Ich habe unsere Mitarbeiter in diesem Zusammenhang eindringlich auf unsere Geschäftspraktiken hingewiesen, besonders im Hinblick darauf, was unter einer Fachzeitschrift zu verstehen ist.“
Wie der Australian berichtete, handelt es sich bei dem Vorfall um ein Zusammenspiel mit der Firma Merck & Co, die Ärzte und Akademiker dazu aufgefordert habe, Forschungsberichte über das Medikament Vioxx einzureichen und diese bei „prestigeträchtigen medizinischen Fachzeitschriften einzureichen und diese als unabhängig zu bezeichnen“, so das Online-Magazin. Betroffen ist die Fachzeitschrift The Australasian Journal of Bone and Joint Medicine, die einen entsprechenden Artikel als unabhängiges Gutachten durchgehen ließ.