Der 1967 geborene amerikanische Dichter Craig Arnolds ist tot.
Ein Nachruf auf den in Deutschland noch viel zu unbekannten Dichter aus seinem deutschen Verlag Luxbooks in Wiesbaden:
Wir trauern um unseren Autor, den US-amerikanischen Lyriker Craig Arnold (*1967), der bei Forschungsarbeiten für ein Buch über Vulkane auf der japanischen Insel Kuchino-erabu Ende April vermutlich tödlich verunglückt ist. Eine umfangreiche Suche der örtlichen Behörden und eines durch Spenden finanzierten privaten Suchtrupps wurde vor zwei Tagen eingestellt.
Arnold hinterlässt einen Sohn, seine Lebensgefährtin, einen Bruder und seine Eltern. Die Familie hat auf Facebook einen Spendenaufruf veröffentlicht, um zum einen die sterblichen Überreste Craig Arnolds zu bergen und in die Heimat zu überführen und zum anderen um seinem Sohn Robin einen Ausbildungsfonds einzurichten:
Die Gedichtbände Craig Arnolds, der längere Zeit in Deutschland gelebt hat, wurden in den USA mehrfach ausgezeichnet. Der Debütband Shells von 1999 gewann den einflussreichen Yale Younger Poets Prize (Juror: W. S. Merwin). Er ist Träger des Joseph Brodsky Rome Prize und zu seinen Fürsprechern gehört u. a. der ehemalige US Poet Laureate (1997-2000) Robert Pinsky. Craig Arnolds Gedichte erscheinen in einflussreichen amerikanischen Lyrikzeitschriften wie Poetry sowie der Best American Poetry-Reihe. 2008 wurde in den USA sein zweiter und letzter Band Made flesh veröffentlicht. Eine Auswahl seiner Gedichte liegt in der Übersetzung Jan Volker Röhnerts vor.
Craig Arnold bei einem Vortrag eines seiner Gedichte Youtube.