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Viel Prominenz bei der Buchpremiere „Unter Linken“ in Berlin

v.l.: Jan Fleischhauer, Alexander Fest

Viel Applaus gab es gestern Abend für Jan Fleischhauer (Foto), als er sein Buch Unter Linken. Von einem der aus Versehen konservativ wurde in Berlin vorstellte. Der im Rowohlt Verlag erschienene Titel über das Coming-out Fleischhauers als Konservativer ist seit gestern im Handel und sorgte in der Presse bereits für viel Aufmerksamkeit.

Im Promi-Restaurant Adnan in Charlottenburg versammelten sich die geladenen Gäste, Weggefährten und Freunde des Autors und etliche Journalistenkollegen, darunter Ildikó von Kürthy, Tita von Hardenberg, Luzia Braun, Werner Sonne, Henryk M. Broder und Matthias Matussek. Fleischhauer arbeitet seit 20 Jahren als Redakteur beim „Spiegel“. Nach einigen Jahren als Amerika-Korrespondent lebt er heute mit seiner Frau Annette Kusche und den beiden Söhnen wieder in Berlin.

Nicht nur Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gratulierte dem Autor, sondern auch Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Springer AG, und der ehemalige FU Professor Arnulf Baring, der in der Welt über Fleischhauers Buch schrieb: „Endlich! Wie lange hat man auf dieses Buch gewartet, das überfällig war. Denn seit Jahrzehnten gibt bei uns eine vage Linksströmung den Ton an.“

Verleger Alexander Fest lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Autor und sprach von dem wahrscheinlich einzigen politischen Buch, in dem Wörter auftauchen wie Wäscheständer und Körbchengröße. Unterhaltsam und humoristisch schlage Fleischhauers politische Streitschrift einen neuen Ton an.

Er habe einen Punkt setzen wollen gegen die Dominanz der Linken, sagte Fleischhauer und erzählte von seiner Kindheit in einem linken bürgerlichen Elternhaus, wo beispielsweise kaum Apfelsinen auf den Tisch kamen, weil die Länder, die Zitrusfrüchte lieferten, gerade von fragwürdigen Machthabern regiert wurden. Er habe dann auch ein wenig Angst vor der Reaktion seiner Mutter gehabt, gestand Fleischhauer. Doch sie halte „Unter Linken“ für ein wunderbares Buch. Und ganz besonders stolz ist Fleischhauer, dass es im linken Rowohlt Verlag erschienen ist.

Am Donnerstag dürfte es spannend werden. Dann diskutiert Fleischhauer in der Alfred Herrhausen Gesellschaft Berlin mit der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles, dem Publizisten Henryk. M. Broder und Michael Naumann, dem Herausgeber der ZEIT.

ML

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