Seit der Einführung des Sony Readers und des Kindle finden immer mehr US-Autoren ihre Werke illegal im Internet, berichtet die New York Times. Das Blatt konstatiert: Bisher galten Buchinhalte als uninteressant für Piraten, inzwischen seien Rekorde zu verzeichnen.
Joanne K. Rowling, John Grisham, Stephen King seien betroffen, aber auch die Twilight-Serie von Stephenie Meyer. Der Verlag John Wiley & Sons beschäftige drei Vollzeitkräfte, die das Netz durchforsten, und die fanden im letzten Monat fünf Mal so viele illegale Bücher des Verlages als im gesamten Jahr zuvor. Einige stört es weniger, andere Autoren sind alarmiert. Während es für Cory Doctorow etwa schlimmer sei, im Netz in Vergessenheit zu geraten, andere bleiben skeptisch.
Bühnenautor Harlan Ellison gibt sich kämpferisch: Er wolle nicht reich, „aber bezahlt werden“, sagt er nachdem er seine Werke auf über 240 Webseiten gefunden hat. Er will aktiv werden: „Wer seine Hand in meine Tasche steckt, wird sech Inches eines blutigen Stummels wieder herausziehen“, sagt er.
In Frankreich wurde bereits gestern abgestimmt. Mit 296 zu 233 Stimmen hat das Parlament am Dienstag für „Hadopi“ gestimmt, ein Gesetz, das dem illegalen Downloaden ein Ende bereiten soll. Zuvor war es zum Teil zu heftigen kontrovers geführten Auseinandersetzungen gekommen, wie die FAZ berichtet. Unverbesserlichen Piraten, die mehrfach gewarnt wurden, wird der Zugang zum Netz genommen. Über die Strafen sind die Diskussionen aber noch nicht beendet, so die FAZ