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Lesungen im Stundentakt bei den 31. Solothurner Literaturtagen

Traditionell treffen sich am Himmelfahrtswochenende die Schweizer Literaturschaffenden und -begeisterten in Solothurn. Die Literaturtage, veranstaltet vom Verein Solothurner Literaturtage, geben Einblick in die Werkstatt der aktuellen helvetischen Literatur und öffnen das Fenster in die weite Welt des gedruckten Wortes. Längst zieht das Festival über die Grenze des Alpenlandes hinaus Besucher und Literaten an.

Wie so oft, schien auch in diesem 31. Jahr vom 22. bis zum 24. Mai die Sonne von einem wolkenlos blauen Himmel, und die Wortsüchtigen bevölkerten die Altstadtmeile um Marktgasse, Landhaus und Klosterplatz. Drei Tage lang gab es Lesungen im Stundentakt an drei Orten, auch unter freiem Himmel.

Eine Mundartnacht, verschiedene Konzerte, Ausstellungen und szenische Lesungen runden das Programm ab. Einer der Höhepunkte stellt die jährliche Verleihung der Schillerpreise für literarische Produktionen in den vier Schweizer Sprachregionen dar.

Zu den sechs Preisträgern zählt diesmal Lukas Bärfuss, der mit „Hundert Tage“ über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Einblick in ihre Werke und Gelegenheit zur Diskussion gaben dann eher unbekannte Schweizer AutorInnen wie Melinda Nadj Abonji, Katharina Thanner, Lorenz Langenegger oder Alberto Nessi und gestandene Schweizer Autoren wie Franz Hohler, Etienne Barilier und Maja Beutler.

Bei den sogenannten Tandem-Lesungen begegneten sich je ein SchweizerIn mit ausländischen Schreibenden. So traf sich Hugo Loetscher mit der Kroatin Dubravka Ugresic. Aus dem Ausland kamen unter anderem Sibylle Lewitscharoff (Deutschland), aus Frankreich Emmanuelle Pagano (Frankreich), aus Israel Gabriela Avigur-Rotem.

Fazit: Die Schweizer Literatur blüht auch im Zeitalter von E-Books und Google in vier Landessprachen und ist untrennbar verwoben mit den Geschehnissen und Literaturen der Welt. So vielfältig literarische Themen diese bereithält, so klar war doch auch das Zentrum um das sie kreisen, die Sprache und ihre Ausdrucksmöglichkeiten.

Manuela Ziegler

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