
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Das nennt man timing: Gestern mailt der Verlag Klöpfer & Meyer Bescheid, dass seine Autorin Maria Beig auf Platz 1 der noch gar nicht veröffentlichten SWR-Bestenliste stehen werde [mehr…], heute ist ein großes Porträt von ihr in der FR. – Und mehr ist es auch schon nicht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wir wollen es kaum glauben – aber nicht eine Zeile für uns heute.
Die Welt
Auch hier nicht viel: Ein neues Buch aus Amerika enthüllt, wie Präsident Truman Israel anerkannte: A Safe Haven: Harry S. Truman and the Foundation of Israel (Harper Collins).
In den USA werden kurz vor dem 75. Geburtstag die Disney-Comics eingestellt – die Auflage war runter auf 4.000 Exemplare.
Hergé, der Schöpfer von Tim und Struppi, dagegen kriegt in seiner belgischen Heimatstadt Louvain-la-Neuve ein Museum. Die Witwe hat’s finanziert: Millionen Euro.
Süddeutsche Zeitung
Der Theologe Friedrich Wilhelm Graf betrachtet in seinem neuesten Buch Missbrauchte Götter. Zum Menschenbilderstreit in der Moderne Götter- und Menschenbilder. Dirk Lüddecke meint über das bei C. H. Beck erschienene Buch: „Mit Gewinn ist das Buch immer dort zu lesen, wo es um die historische Aufklärung semantischer Machterschleichung geht oder um Entlarvung derer, die sich als Wächter normativer Diskurse inszenieren.“
Irene Disches neuer Roman Clarissas empfindsame Reise, bei Hoffmann und Campe, spielt im Obama-Wahljahr, als die Bush-Ära sich ihrem Ende zuneigte. Kristina Maidt-Zinke rezensiert.
Marta Kijowska erzählt aus dem Leben des polnischen Aphoristikers Stanislaw Jerzy Lec. Die Tinte ist ein Zündstoff. Stanislaw Jerzy Lec. Der Meister des unfrisierten Denkens ist bei Hanser erschienen. Thomas Urban meint: „Dabei lässt sie ein lebendiges Panorama der von Lec erlebten Epochen des polnischen Kulturlebens entstehen.“
Stephan Speicher bespricht Da mal nachhaken: Näheres über Walter Kempowski von Gerhard Henschel, erschienen bei dtv premium.
Neue Zürcher Zeitung
Paul Jandl rezensiert den neuen Gedichtband („im Zeichen Hölderlins“) Scardanelli (Suhrkamp) von Friederike Mayröcker.
Sibylle Birrer berichtet von den 31. Solothurner Literaturtagen [mehr…], und Joachim Güntner erinnert an die Anfänge der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die gerade eben ihr 60jähriges feiert.
Als „ein letztes Augenzwinkern“ sieht Thomas Hermann den letzten Roman Die Witwen von Eastwick des jüngst verstorbenen John Updike.
Der Rómulo-Gallegos-Literaturpreis in Venezuela gehört zu den wichtigsten – und alle bedeutenden südamerikanischen Autoren haben ihn auch erhalten. Nun ist er aber im Regime von Hugo Chávez ein wenig in Verruf geraten, und zwei Autoren haben ihre Bücher von der diesjährigen Ausschreibung schon zurückgezogen.
Annotationen
Hans-Joachim Neubauer Fama (Matthes & Seitz), Michaela Karl Wir fordern die Hälfte der Welt (Fischer-Taschenbuchverlag) und Francesco Algarotti Ein philosophischer Hofman im Jahrhundert der Aufklärung (Wehrhahn-Verlag).