Bei den (Klein)Aktionären von buch.de gibt es den Wunsch nach zumindest besserem Informationsaustausch: Hauptaktionäre des Online-Versenders sind Thalia (35.5 %),die Reinhard Mohn GmbH (26,7%) und die Scherzer & Co. AG (7,7 %) sind. 30,1 % der Aktien sind im Streubesitz, von deren Inhabern und deren Interessen nichts bekannt ist.
Martin Lorentz, Leiter der Aufbau Media GmbH in Berlin, vertritt einige Kleinaktionäre, die gerne wissen würden, ob ein Informationsaustausch oder ggf. auch ein Bündnis mit weiteren Kleinaktionären möglich ist.
Für Lorentz und seine Auftraggeber sieht es nämlich so aus, als „sei die Zeit reif, „das Unternehmen könnte sich nach Überwindung vieler Mühen endlich zur sogenannten Dividendenfähigkeit mausern. Entsprechendes wurde im Geschäftsbericht 2008 für die Zukunft in Aussicht gestellt.“ Aber wo seien die kleinen Gründungsaktionäre von damals mit ihrem Minimaleinsatz von 100 Aktien zu 50 Mark? Und wollen sie mitreden, falls sich die Beteiligungsverhältnisse ändern?
Lotrentz: „In diesem Fall sollten auch Kleinaktionäre den in feinem aktienrechtlichen Juristendeutsch formulierten Beschluss zur Hauptversammlung 2009 aufmerksam lesen: Die Gesellschaft soll eigene Aktien erwerben und diese in einer Vielzahl von Varianten ‚verwenden’ dürfen.“ (Kontakt: martin.lorentz@web.de oder 0176/51432936).