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Berlin: Aufbau Verlag präsentierte Lektoren und ihre Autoren

Andreas Paschedag und Kathrin Gerlof

Gestern Abend hatte der Aufbau Verlag in den „Luftraum“ in der Berliner Maienstraße geladen. In der Stadtvilla mit Garten und wunderschönen Veranstaltungsräumen versammelten sich Buchhändler und Medienvertreter, um das Herbstprogramm des Verlags kennenzulernen.

Im Mittelpunkt standen die Autoren Kathrin Gerlof und Peter Henning, die ihre neuen Romane in Lesungen und im Gespräch mit ihren Lektoren Andreas Paschedag und Gunnar Cynybulk vorstellten.

Kathrin Gerlof und Peter
Henning

Der Verlag habe sich in den schwierigen Zeiten, die hinter ihm liegen, auf seine Stärken besonnen, so Geschäftsführer René Strien in seiner Begrüßung. Dazu gehöre gute, bereichernde Gegenwartsliteratur aus Deutschland. Peter Hennings „Die Ängstlichen“ und Kathrin Gerlofs „Alle Zeit“ sind beides Familienromane, „Bücher, die uns besonders am Herz liegen“, so Strien.

Peter Henning und Gunnar Cynybulk

Peter Henning erzählt die Geschichte einer scheinbar musterhaften deutschen Familie, die noch einmal zusammentrifft, als die 78-jährige Patriarchin entscheidet, ihren Lebensabend in einem Heim zu verbringen. Schauplatz des Romans ist Hanau, der Ort, in dem Henning vor 50 Jahren geboren wurde. Das Publikum erfuhr, dass der Journalist und Autor fünf Jahre lang an diesem autobiografisch gefärbten Roman arbeitete. Was Familie bedeutet, dass sie Segen und Fluch sein kann, habe er erst lernen müssen, erzählte sein Lektor Cynybulk, der betonte, dass Hanau überall liege.

Die Handlung könne auch in jeder anderen deutschen Kleinstadt spielen. In der Großstadt könne man sich eher verstecken, meinte Henning, während man in der Kleinstadt nie an sich selbst vorbeikomme. Ob an der Tankstelle oder beim Einkaufen, man treffe immer Menschen, die man kennt und sehe sich in den Gesichtern der anderen.

In die Großstadt, nach Berlin, führt Kathrin Gerlof mit ihrem neuen Roman „Alle Zeit“. Im Mittelpunkt stehen Juli und Klara. Blutjung und schwanger die eine, alt und vergesslich die andere. Gespannt lauschte das Publikum den einfühlsam gelesenen Passagen ihrer traurigschönen Familiengeschichte über das Altwerden und Neugeborensein, über Liebe und Verlust.

Die gelungene Mischung aus Lesung und Gespräch sorgte für einen kurzweiligen Abend und machte neugierig auf die Herbsttitel. So mancher Zuhörer beteuerte bei Wein und Häppchen, dass er die Bücher nun unbedingt lesen wolle.

ML

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