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Kurt Wolff Stiftung zufrieden mit Warschauer Buchmesse – und Google scannt die Polen nicht

54. Warschauer Buchmesse

Im Rahmen der Kooperation mit der Internationalen Abteilung der Frankfurter Buchmesse präsentierte sich die Kurt Wolff Stiftung auf dem deutschen Gemeinschaftsstand vom 21.-24. Mai in Warschau.

Manfred Metzner, der Vorsitzende der Stiftung, konnte Gespräche mit über 15 polnischen Independent-Verlagen und Literaturvermittlern führen. Auch der Deutsche Botschafter in Warschau ließ sich ausführlich über die Arbeit der Stiftung unterrichten.

Der konstruktive Gedankenaustausch mit den polnischen Kollegen – darunter u.a. die Verlage Borussia, Nisza, Swiat Literacki, Ha!art, Cyklady, Karakter – zeigte auf, dass die Verlage mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie ihre deutschen Kollegen: mangelnde Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, Konzentration und Verdrängung auf dem Buchmarkt, Konditionen bei Filialisten, Rückgang des unabhängigen Buchhandels.

Die polnische Independent Szene ist meist sehr jung, hat hohe literarische Ansprüche und publiziert viele Übersetzungen. Einige polnische Verleger äußerten den Wunsch nach einem Seminar mit der Kurt Wolff Stiftung, denn die Stiftung könnte Vorbild für eine polnische Initiative werden, da es in Polen keinen Zusammenschluss von Independent-Verlagen gibt. Über ein solches Seminar soll es nun Gespräche mit dem Kontaktbüro, dem Goethe Institut und der Botschaft geben.

Google ist übrigens in Polen (noch) kein Thema: Google hat noch keine polnischen Bücher eingescannt, „dafür ist der polnische Markt viel zu unbedeutend“, war zu hören – und damit ist einmal mehr klar, wie stark „kulturell getrieben“ Googles Book-Projekt wirklich ist…

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